Aachen: Ein schwarz-gelber Konvoi nach München

Aachen: Ein schwarz-gelber Konvoi nach München

Knapp 23.000 Zuschauer hat 1860 München im Schnitt zu den bislang 16 Heimspielen in der Allianz-Arena begrüßen können. Am Sonntag werden darunter auch bis zu 4000 Zuschauer mit schwarz-gelben Trikots, Schals und Fahnen sein.

Denn mit der Unterstützung von so vielen Fans rechnet die Alemannia beim letzten Saisonspiel am Sonntag um 13.30 Uhr, in dem die Tivolikicker ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Zweiten Liga noch nutzen wollen.

„Wir haben 1100 Karten für das Spiel hier in Aachen verkauft”, sagt Alemannia-Pressesprecher Thorsten Pracht, „unser Kontingent ist damit ausgeschöpft.” Dass der Klub aber mit dem Vierfachen an Zuschauern rechnet, liege erstens natürlich an der Bedeutung des Spiels. „Nicht nur die Mannschaft und das Trainerteam glauben an den Klassenerhalt”, erzählt Trainer Ralf Aussem. „Die Fans tun es auch wieder”, ist der 51-Jährige überzeugt. Dass so viele Aachener seine Jungs in München unterstützen wollen, ist in seinen Augen auch eine Anerkennung für das, was die Spieler in den letzten Spielen gezeigt haben. „Das haben sich die Jungs verdient”, sagt Aussem.

Das zweite Argument für die vielköpfige Unterstützung liegt für Pracht in „der Größe des Stadions” begründet. 66.000 Zuschauer passen maximal in die dreirangige Arena in Fröttmanning, angesichts des bereits erwähnten Zuschauerschnitts bei Heimspielen der Münchener Löwen, „wird es also noch reichlich Eintrittskarten an den Tageskassen geben”, schätzt Pracht wohl realistisch ein.

Konkret gibt es für den Gästebereich noch 600 Stehplatzkarten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt zwölf, Kinder acht Euro) sowie jede Menge Sitzplatzkarten für die Blöcke 215 bis 219 (29/25/15 Euro) respektive für die Blöcke 107, 108 und 214 (37/32/19 Euro).

Für die 1100 Fans, die ihre Karten bereits in Aachen gekauft haben, sind diese Eintrittspreise uninteressant. Ihre Tickets übernimmt Erik Meijer, wie es der Aachener Manager nach dem 1:0-Sieg gegen Karlsruhe noch im Tivoli via Stadionmikrofon versprochen hatte. Sie müssen lediglich 20 Euro für die Busfahrt bezahlen. „Dank mehrerer Sponsoren fahren 15 Busse am Sonntag ab 3.30 Uhr vom Tivoli in Richtung München”, kündigt Vereinssprecher Thorsten Pracht an. Hinzu kommen noch Busse, die einige Fanklubs selbst organisiert haben, so dass sich am Sonntag tatsächlich ein schwarz-gelber Konvoi auf den knapp 630 Kilometer langen Weg von Aachen nach München machen wird.

Und für alle Daheimgebliebenen bieten die Aachener Gastronomen bestimmt das richtige Ambiente zum „Rudelgucken”.

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