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Neugestaltung Aretzstraße: Ein Platz für das ganze Quartier

Neugestaltung Aretzstraße : Ein Platz für das ganze Quartier

Der Schulhof der Hauptschule Aretzstraße ist umgestaltet worden. Inzwischen kann er von den Schülerinnen und Schülern sowie den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Stadtteil genutzt werden.

Die neuen Spiel- und Aufenthaltsflächen auf dem Schulhof sind montags bis freitags nach Schulschluss von 15.30 bis 20 Uhr freigegeben, längstens bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Eine offizielle Eröffnung des neu gestalteten Schulhofs ist für den Herbst 2020 vorgesehen. „Spiel und Sport für alle…in der Schule – Ich wünsche den Sport- und Freizeitbegeisterten in Aachen-Nord schon jetzt und vor allem mit Blick auf die Sommerferien viel Spaß auf den neu gestalteten Flächen“, sagt Isabel Strehle, die neue Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. „Der Schulhof der Hauptschule Aretzstraße ist ein kleiner, feiner Schatz. Wir setzen darauf, dass die Menschen diesen Schatz gemeinschaftlich teilen und sorgsam mit der Möblierung umgehen, damit dieser schön gestaltete Bereich auch lange vielen jungen Menschen im Quartier Freude bereiten kann.“ Strehle betont, dass damit ein weiteres wichtiges Vorhaben des Programms Soziale Stadt Aachen-Nord umgesetzt worden sei. Weitere würden bis Ende 2021 noch folgen.

Auf dem relativ kleinen unteren Schulhof der Hauptschule wurden auf engstem Raum ein Mini-Fußballfeld mit einem Teppichvlies und ein Streetballfeld mit einem Tartanbelag realisiert. Die Spielfelder wurden jeweils mit einem Ballfangzaun abgegrenzt, damit ein konfliktfreies Spielen möglich ist. Eng ist der Raum, weil die Feuerwehrzufahrt bei den Planungen berücksichtigt werden musste.

Auch Sitznischen

Vier große Sitznischen sind durch eine 40 Meter lange gepflanzte Ligusterhecke auf dem oberen Schulhof entstanden. Im Sommer werden noch Bänke und Tische eingebaut, sodass sich die Schülerinnen und Schüler gruppenweise ungestört in den Sitznischen zusammensetzen können. Auch ein Podest über der Böschung wird Sitzmöglichkeiten vor allem auch zum Zuschauen beim Fußballspielen bieten. Auf dem oberen Schulhof wird das große Podest zum Chillen einladen.

Ein Art Atrium

Zweireihige Sitzstufen aus Betonsteinen, die das höhere Niveau im Zufahrtsbereich abfangen, bilden nun eine Art Atrium. Es lädt insbesondere im Sommer zum Sitzen ein, um das Spielen beim Streetball zu beobachten. Aber auch Unterricht im Freien könnte hier stattfinden. Eine neue Treppe an der Böschung führt direkt neben der Mensa vom unteren zum oberen Schulhof, sodass es der Weg nicht mehr durch die Böschung abgekürzt werden muss.

Ganz am Anfang der Planung und späteren Umgestaltung standen eineFragebogenaktion und ein Modellbauworkshop bei Schülerkindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Ergebnisse sind in die Entwurfsplanung eingeflossen. An erster Stelle auf der Wunschliste standen neben Fußball weitere und besondere Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die in verschiedenen Formen als Sitznischen, die durch Hecken abgetrennt werden, und als Podeste sowie Sitzstangen angeboten werden.

150.000 Euro

Im Herbst 2018 erhielt die Stadt Aachen von der Bezirksregierung Köln den Bewilligungsbescheid für die Umgestaltung des Schulhofes der Hauptschule Aretzstraße über ein Gesamtvolumen von insgesamt 150.000 Euro. In 2019 wurde die Entwurfsplanung auf Grundlage der Wünsche konkretisiert und die Umsetzung geplant. Mit Umbauarbeiten begannen im Februar 2020 begonnen und konnten trotz der Coronavirus-Krise vor Kurzem beendet werden.

Die notwendigen Arbeiten brachten ohrenbetäubenden Lärm mit sich, der zu Beginn der Baumaßnahmen auch den Unterricht einige Zeit sehr beeinträchtigt hat. Denn Stemmarbeiten mussten direkt am Schulgebäude und auf dem unteren Schulhof vorgenommen werden, da unter dem Plattenbelag eine dicke Betonschicht und ein altes Schulgebäude mit Grundmauern aus Ziegel und Betondecken entdeckt wurden. Dieses Material musste mit Stemmmeißel und Presslufthammer aufgebrochen und abgefahren werden.

Starke Regenfälle

Erschwerend kamen starke Regenfällen während der Bauarbeiten hinzu. Weil das Wasser durch die alten Grundmauern und die Bodenplatte nicht versickern konnte, stand das Gelände immer unter Wasser. Damit das Regenwasser besser abfließen kann, wurde zusätzlich noch eine Drainage eingebaut werden. Die Mehrkosten für die Drainage und die vielen Stemmarbeiten wurden von der Stadt Aachen übernommen.

(red)