Aachen: Ein persönliches Zeichen gesetzt

Aachen: Ein persönliches Zeichen gesetzt

Jeder kann am Frieden mitbauen: Unter dem Motto „Lauf mit - schaffe Frieden! Konflikte lösen ohne Gewalt” fand am Freitag der 9. Aachener Friedenslauf statt.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp, Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff und Superintendent Hans-Peter Bruckhoff nahmen mehr als 3000 Läufer von 38 verschiedenen Schulen der Städteregion Aachen teil. „

Wir haben Anmeldungen von sieben Förder-, 14 Grund-, drei Gesamt-, sechs Haupt- und zwei Realschulen, sowie sechs Gymnasien”, freut sich Christoph Stender von Pax Christi im Bistum Aachen.

Auf dem Katschhof, wo Start und Ziel für die Schüler war, herrschte ein fröhliches Miteinander. „Die Teilnehmer setzen ein persönliches Zeichen gegen Gewalt und für konstruktive zivile Konfliktbearbeitung”, erklärt Stender die Idee des Laufs.

Es gehe nicht nur darum, für den Frieden in der Welt zu laufen, sondern auch im eigenen Alltag ein friedliches Miteinander anzustreben. „Schüler befinden sich heute in vielen Konflikten mit Gleichaltrigen, Geschwistern und Eltern. Wir möchten dazu anregen, den Frieden zu lernen und gewaltfrei zu agieren”, ergänzt der Organisator.

Die Kinder der Grundschule Feldstraße stimmten die Teilnehmer mit dem Friedenslied auf den Tag ein. Auch Pantomimekünstler Scheibub, der selbst aus einer Krisenregion stammt, begeisterte mit seinem Auftritt.

Trotz schwül-warmen Wetters legten sich die Kinder mächtig ins Zeug. Mit drei Trinkstellen, die entlang der Strecke durch die Innenstadt verteilt waren, hatten die Veranstalter vorgesorgt.

120 ehrenamtliche Helfer passten auf, dass Kreislaufprobleme vermieden werden. „Außerdem kann man ja auch für den Frieden gehen”, riet Stender den Kindern angesichts der drückenden Hitze. Jeder Mitläufer hatte sich einen Sponsor gesucht, der pro gelaufener Runde (circa 800 Meter) einen bestimmten Geldbetrag stiftet.

Vom Erlös des Laufs sollen Friedensprojekte in Deutschland und im Ausland finanziert werden. „In den Schulen fördern wir Anti-Rassismus- und Anti-Gewalt-Trainings”, nennt Stender ein Beispiel. Bereits im Vorfeld des Laufs hatte sich zudem ein Großteil der Schulen an Unterrichtsangeboten zum Thema beteiligt.

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