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Ronald-McDonald-Haus: Ein neues Gesicht für den familiären Rückzugsort

Ronald-McDonald-Haus : Ein neues Gesicht für den familiären Rückzugsort

Schwerkranke Kinder brauchen vor allem eines: Nähe zur Familie. Für Eltern, deren Kinder in der Aachener Uniklinik behandelt werden, gibt es deshalb einen Steinwurf entfernt das Ronald-McDonald-Haus an der Vaalser Straße. Zuletzt war das Haus für vier Monate geschlossen, denn es wurde saniert und neu möbliert. Am Freitag es neu eröffnet.

Bei dem feierlichen Akt sagte Leiterin Christine Esparza Valdez sichtlich zufrieden: „In rekordverdächtigen vier Monaten wurde das Haus auf den Kopf gestellt und im Grunde kernsaniert.“ Innen stehen zwölf Appartements für bis zu vier Personen zur Verfügung. Zwischen 170 und 200 Familien nutzen jährlich eines der Zimmer, um in der Nähe ihrer erkrankten Kinder sein zu können. Der Aufenthalt kostet 25 Euro pro Nacht, in der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Alle weiteren Betriebskosten sind spendenfinanziert.

Trägerin der Einrichtung ist die McDonald‘s-Kinderhilfe-Stiftung. Vorstand Adrian Köstler lobte die langjährige Erfolgsgeschichte. Das Haus in Aachen wurde 1991 eröffnet und war damit nach Kiel das zweite in ganz Deutschland. Für Familien soll es ein „Rückzugsort zum Krafttanken“ in schwierigen Krankheitsphasen der Kinder sein, betonte Köstler. Um dieses Wohlbefinden sicherzustellen, hat die Stiftung rund 800.000 Euro für neue Fußböden, moderne Möblierung und Badezimmer sowie Elektroinstallationen in die Hand genommen.

Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp stattete im Endspurt seiner Amtszeit dem Haus zur Wiedereröffnung einen Besuch ab. Vor allem die neu gestaltete Fassade hat es dem gelernten Malermeister angetan: Die ehemals lilafarbene Außenfront ist nun hell gestrichen und wird von zwei riesigen Sonnenblumen geziert. „Ich habe auch schon viele schlechte Fassaden gesehen, aber ich kann sagen: Die ist gut“, so Fachmann Philipp.

25 Jahre Engagement

Schirmherrin des Ronald-McDonald-Hauses Aachen ist die frühere Hochspringerin und Olympiasiegerin Heike Meier-Henkel. Bereits 1995 hat sie diese Patenschaft übernommen. Jetzt ist sie „stolz mitzuerleben, wie das Haus ein neues Gesicht bekommt, von innen und von außen“. Für 25 Jahre Engagement überreichte ihr Stiftungsvorstand Köstler in diesem passenden Rahmen auch gleich noch den Schirmherren-Award der McDonald‘s-Kinderhilfe. Nun freuen sich alle Beteiligten auf neue „temporäre Bewohner“ und hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre.