Aachener Heimattheater: Ein Junggeselle verspricht die Rettung

Aachener Heimattheater : Ein Junggeselle verspricht die Rettung

Es sind paradiesische Zustände, die sich Bertchen, Lisbeth und Treis – alle drei gestandene Öcher Ehefrauen – im Nachgang zum ersten von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Frauentag in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschaffen haben.

Ab sofort haben sie die Hosen an, und ihre Männer müssen sich umgehend die Schürzen umbinden. So jedenfalls, wenn es nach dem neuen Stück des Aachener Heimattheaters geht.Während die Damen in der City shoppen und ihre Einkaufserfolge in teuren Cafés feiern, müssen die geplagten Ehemänner sämtliche Hausarbeiten erledigen. Hinzu kommt noch, dass keiner von den Dreien der Typ Mann ist, der sich seiner Gattin widersetzt. Da braucht es eines Nothelfers in der Person eines jungen Nachbarn, der selbst nicht verheiratet ist.

Er probt mit den genervten Hausmännern den Aufstand und entwickelt mit ihnen unter dem Motto „Alle für einen und einer für alle“ eine originelle Kampfstrategie. Ob es ihnen damit gelingt, die enorme Power ihrer Ehefrauen zu bremsen und welche Rolle dabei die Fremdenlegion spielt, erfahren die Zuschauer im neuen Stück des Aachener Heimattheaters Bühnenfreunde 1947 e.V. unter dem Titel „Neä wat för ene Hantiir“, das am Samstag, 30 März, um 19.30 Uhr im Brüssel-Saal des Eurogress Premiere hat.

Im Pressegespräch gab es von Marc Knisch, dem Vorsitzenden des Heimattheaters, Geschäftsführer Bernd Dreyer, Regisseurin Judith Knisch und Ralf Leesmeister als zweitem Spielleiter weitere Informationen. Das Stück „Neä wat för ene Hantiir“ ist eine von Ralf Leesmeister ins Öcher Platt übertragene Zusammenstellung von Teilen aus vergangenen Inszenierungen der Bühne. Wie alle Beteiligten betonen, fühlt sich das Heimattheater zwar dem Öcher Platt verpflichtet, aber man möchte doch mit Augenmaß an die Sache herangehen.

Etliche der Akteure kommen entweder nicht aus Aachen selbst oder entstammen dem Nachwuchs des Aachener Heimattheaters, haben zwar bereits als Kinder und Jugendliche in den Weihnachtsmärchen auf der Bühne gestanden, sind aber im Öcher Platt nicht zuhause. Da muss natürlich viel geübt werden, jedoch soll darüber nicht in Vergessenheit geraten, dass man eine Komödie spielen will. Da nimmt man dann Ausdrücke aus der Region oder hochdeutschen Akzent in Kauf, denn entscheidend ist, dass die Zuschauer aber eben auch die Darsteller ihre helle Freude haben sollen.

Erste Kostproben lassen erahnen, dass es das Ensemble mit Karin Schnitker, Gerlinde Geurten, Marita Lohbusch, Steffi Mockel, Ralf Leesmeister, Herbert Knops, Wolfgang Lohbusch und Jörg Dreyer unter der Regie von Judith Knisch locker schafft, genau das in die Tat umzusetzen.

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