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Wunschzettel-Aktion: Ein ganz besonderer Baumschmuck

Wunschzettel-Aktion : Ein ganz besonderer Baumschmuck

Alle Jahre wieder! Eine bewährte Tradition setzt die Stadt Aachen auch in diesem Jahr fort: In der Adventszeit steht ein großer Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses. Und der Christbaumschmuck ist ein ganz besonderer: 364 Wunschzettel hängen an den Zweigen. Sie stammen von Jungen und Mädchen aus Aachener Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Ab Montag können alle Aachenerinnen und Aachener diese Zettel vom Baum pflücken und den Kindern ihre Wünsche erfüllen. Um ihnen an Heiligabend eine Freude zu machen.

Für Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen war die Eröffnung der Baumaktion nun eine Premiere: Zum ersten Mal durfte sie einen der „schönsten Termine des Jahres” im Rathaus wahrnehmen. Aus drei Einrichtungen kommen die Kinder und Jugendlichen, deren Wünsche im Grün hängen: Das Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid, die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand und das Zentrum für Kinder-, Jugend und Familienhilfe Maria im Tann kooperieren hierbei mit der Stadt.

Der siebenjährige Damon wünscht sich etwa ein ferngesteuertes Auto. Der Wunsch nach Spielzeug von Lego oder Playmobil findet sich häufig, ebenso wie der nach Gutscheinen. Manch einer wünscht sich quasi selbst das Shopping-Erlebnis. Aber auch praktische Dinge stehen auf den Zetteln, die 15-jährige Anjali wünscht sich zum Beispiel eine Schultasche, der 16-jährige Aliou einen Kulturbeutel.

OB Keupen unterstützt diese Aktion gerne, „denn Kinder und Jugendliche sind mein Herzensthema“. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen Kinder häufig zu kurz kämen, sei es wichtig, den sozial benachteiligten am Weihnachtsfest ein Stück Normalität zu ermöglichen. Gleichzeitig sieht sie darin auch eine Chance zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels und ruft dazu auf, die Geschenke möglichst in Aachen zu besorgen.

Horst Kreutz von der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe in Brand ist über die Zusammenarbeit hocherfreut: „Durch diese Aktion werden unsere Kinder ins Zentrum der Stadt geholt.” Die Vertreter der Einrichtungen betonten daher unisono, wie dankbar sie für das Engagement der Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien. Denn diese „Akteure im Hintergrund” kümmern sich um die Abgabe der Geschenke und alles weitere. Doch André Schnitker von der Stadt versicherte, dass die Kollegen all das gar nicht als Arbeit wahrnehmen würden. Im Gegenteil, für sie sei es „das pure Vergnügen”.

Bis zum 14. Dezember können zu den regulären Öffnungszeiten im Rathaus die Wunschzettel abgeholt und Geschenke abgegeben werden. Am 18. Dezember wird die Oberbürgermeisterin die Pakete dann an die Vertreter der Jugendhilfe-Einrichtungen übergeben. Damit sich alle Kinder bei den Weihnachtsfeiern dann über ihre Gaben freuen können.