Aachen: „Ein Fest unter Freunden“ für Aachens Partnerstädte

Aachen : „Ein Fest unter Freunden“ für Aachens Partnerstädte

„Ein Fest unter Freunden“, so formulierte es Stadtsprecher Bernd Büttgens, ging am Sonntag im Krönungsaal des Rathauses über die Bühne. Denn seit Jahren und Jahrzehnten kann sich die Kaiserstadt über Partnerschaften mit Städten in zehn Ländern — über den gesamten Globus verteilt — freuen. Und im Dreijahresrhythmus wird dies zum Anlass für eine Feier genommen.

Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßte die zahlreichen Gäste im Krönungssaal. Damit waren nicht nur die am Fest Beteiligten gemeint, sondern alle Aachener. Viele Interessierte schauten im Saal vorbei, um sich über die verschiedenen Partnerstädte zu informieren.

„Am Ende hängt es immer mit persönlichen Begegnungen zusammen“, sagte der Oberbürgermeister, der weiß, dass gute Partnerschaften nur durch regelmäßige Treffen vernünftig aufrechterhalten werden können. Somit ist es für ihn selbstverständlich, die Partnerstädte regelmäßig zu besuchen, aber auch ihre Vertreter einzuladen, um geplante Projekte und Ergebnisse der Zusammenarbeit vorstellen zu können. Denn „rund um den Globus Freunde zu haben, ist etwas ganz Besonderes“, weiß Philipp und möchte dies weiter pflegen.

So waren auch am Sonntag Ansprechpartner vor Ort, um dem Publikum von der Zusammenarbeit der Städte zu berichten. Okan Akin, Vorsitzender des deutsch-türkischen Städtepartnerschaftsvereins Aachen-Sariyer, beispielsweise, brachte auf den Punkt, worauf alle Beteiligten stolz sind: Dass es durch die Partnerschaften einen „Austausch gibt, der alle Oberflächlichkeiten beseitigt“. Durch die Partnerschaften sei es möglich, aus erster Hand etwas über andere Länder und ihre Kulturen zu erfahren.

Eine besonders lange Freundschaft verbindet Aachen mit dem französischen Reims. Die Partnerschaft gibt es bereits seit 1967. Im kommenden Jahr steht eine große Jubiläumsfeier zum 50-Jährigen an, der der Vorsitzende Georg Schmidt freudig entgegensieht: „Dazu ist einiges an Programm geplant, Ausstellungen, Konzerte und vielleicht ein Freundschaftsspiel gegen die Alemannia.“

Leckeres zum Probieren

Das Städtepartnerschaftsfest versorgte seine Besucher an den Ständen nicht nur mit umfangreichen Informationen, sondern auch mit Leckereien. Anne Ax, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Halifax/Calderdale (Großbritannien) versprach eine Whisky-Verkostung.

José Sánchez, verantwortlich für die Partnerschaft mit Toledo in Spanien, versorgte die Gäste mit leckeren Tapas und Weinen. Und auch an den Ständen der Partnerstädte Naumburg (Sachsen-Anhalt), Kostroma (Russland) und Kapstadt (Südafrika) gab es zu den Flyern und Informationstexten einige Kleinigkeiten zu kosten.

„Dass es wirklich funktioniert, sieht man daran, dass auch Jugendliche dabei sind“, betonte Marcel Philipp. Mit sämtlichen Partnerstädten sind bereits Schüleraustauschprogramme organisiert worden, die stets gut angenommen wurden. So auch mit Arlington/Virginia in den USA. Die 16-jährige Aachener Schülerin Flavia Macovei ist begeistert von dem Projekt und freut sich schon, die Schüler, die sie bei dem Austausch „so liebgewonnen hat“, demnächst in den USA wiederzusehen.

„Gerade heute, in einer Zeit, in der die Defizite einer nationalen Politik oft auf Europa abgewälzt werden, womit dann der europäische Gedanke negativ belastet wird, ist ein Austausch enorm wichtig“, erklärt der Oberbürgermeister.

Für die Besucher des Festes gab es am Nachmittag auch Tanzvorführungen von Kindern aus Toledo und Kostroma sowie eine Vorstellung französischer Lieder der Sopranistin Maria—Eunju Park aus Reims. Damit wurde das gelungene Fest abgerundet.

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