Aachen: Ein Drama in drei Akten: Mann tritt Busfahrer nach Vollbremsung in den Rücken

Aachen: Ein Drama in drei Akten: Mann tritt Busfahrer nach Vollbremsung in den Rücken

Skurille Szenen spielten sich am Mittwoch im Bereich der Aachener Innenstadt zwischen Elisenbrunnen und Bushof ab. Im Mittelpunkt: Ein Busfahrer und ein verärgerter Passant. Diese trafen auf dem Weg durch die Innenstadt insgesamt drei mal aufeinander.

Die Auseinandersetzung zwischen dem 58-jährigen Busfahrer und dem 21-jährigen Passanten begann laut einem Polizeisprecher an der Ampel am Elisenbrunnen. Der Busfahrer wollte dort bei grüner Ampel gerade mit seinem Bus in Richtung Bushof losfahren, als der Passant - bei einer für ihn roten Ampel - die Fahrbahn überqueren wollte. Der Busfahrer musste stark bremsen, um den Passanten nicht zu erfassen.

Laut Aussage des Busfahrers gestikulierte der Passant nach der Bremsung wild vor seinem Bus und beschimpfte den Fahrer. Dieser setzte seine Fahrt fort — nur um an der Ampel an der Blondelstraße erneut auf seinen Widersacher zu treffen. Dieser hatte sich in der Zwischenzeit augenscheinlich nicht beruhigt. Der erneute Anblick des Busfahrers veranlasste ihn jetzt dazu, gegen die Türe des Busses zu treten und zu spucken.

Erneut setzte der Busfahrer seine Fahrt daraufhin fort, um nun am Bushof zum Stehen zu kommen. Auch hier traf er wieder auf den wütenden Passanten: Diesmal stieg der allerdings in den Bus ein, trat und spuckte gegen die Sicherheitstür, die den Busfahrer gegen Übergriffe schützen soll. Vom Versuch, die Sicherheitstür zu verbiegen, lies er erst ab, als Fahrgäste die Polizei riefen. Daraufhin flüchtet er zunächst.

Der Busfahrer trat in der Zwischenzeit aus dem Bus heraus, um eine Pause zu machen. Der Passant aus den vorherigen Zusammentreffen trat ihm daraufhin unvermittelt in den Rücken und flüchtete in Richtung Schuhmacherstraße. Aufmerksame Zeugen verfolgten den Mann bis zum Peterskirchhof, wo sie ihn festhielten, bis die Polizei eintraf.

Der Busfahrer musste mit seinen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Den Passanten erwartet eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

(pol/max)
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