Ehemaliger Dezernent der Stadt ist nach langer Krankheit gestorben

Nachruf : Aachen trauert um Werner Wingenfeld

Die Stadt Aachen betrauert den Tod ihres ehemaligen Stadtbaurats Werner Wingenfeld. Er ist in der vergangenen Woche nach langer Krankheit gestorben. Er wurde nur 66 Jahre alt.

„Werner Wingenfeld war ein herausragender Mensch, dem die Stadt Aachen viel zu verdanken hat“, sagt Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen. Wingenfeld habe auch in aufgeregten Zeiten stets den richtigen Ton getroffen, er sei bei Kollegen wie Bürgern beliebt gewesen und von städtischen Partnern und Politikern geschätzt worden. „In unzähligen Debatten und wegweisenden Entscheidungsprozessen hat er als angesehener Fachmann maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beigetragen“, sagt Philipp, „in Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden.“

Im Dezember 2018 ist Wingenfeld offiziell verabschiedet worden. Von 2015 bis 2018 hatte er als städtischer Beigeordneter das Dezernat III Planen und Bauen geleitet. Gesundheitliche Probleme zwangen den Stadtplaner damals, früher als vorgesehen sein Amt abzugeben.

Bereits vor seiner Tätigkeit als Beigeordneter war er von 2002 bis 2008 als Städtischer Leitender Baudirektor für das Planungsamt zuständig. Dann wechselte er in die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn, bevor ihn sein Weg 2015 zurück nach Aachen führte.

Wingenfeld, Jahrgang 1953, ist in Köln geboren und hat in Aachen Architektur studiert. Seine berufliche Laufbahn führte ihn unter anderem auch nach Frankfurt, wo er Erfahrung in den Gebieten Stadtentwicklung, Stadtplanung und Umweltschutz sammelte.

In Aachen wurden in seiner Amtszeit viele wichtige stadtplanerische Weichen gestellt, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung, unter anderem beim Mammutprojekt der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, bei der Entwicklung des Campus Melaten sowie der vorbereitenden Planungen für den Campus West.

Bei seiner Verabschiedung im vergangenen Dezember hatte Wingenfeld gesagt: „Ich habe es keinen Moment bereut, dass ich nach acht Jahren wieder zurück nach Aachen gekommen bin. Die Stadt schreitet, bei allen aktuellen Herausforderungen, die selbstverständlich derzeit auch vor ihr liegen, kräftig voran.“

(red)