Aachen: Ehemalige Hauptschule Franzstraße: Abriss um ein Jahr verschoben

Aachen : Ehemalige Hauptschule Franzstraße: Abriss um ein Jahr verschoben

Die Gnadenfrist für die ehemalige Hauptschule an der Franzstraße wird um ein weiteres Jahr verlängert. Der Bau sollte eigentlich bis Ende des Jahres von der Stadt Aachen geräumt und dann abgerissen werden, doch nun strebt die Stadt eine verlängerte Nutzung bis Ende 2018 an.

Der Besitzer des Grundstücks, der dort unter anderem den Bau von rund 150 neuen Wohnungen und einer Senioreneinrichtung plant, habe sich damit bereits einverstanden erklärt, wie Stefan Herrmann vom Presseamt auf Anfrage mitteilt.

Von einer Verzögerung des Neubauvorhabens auf einem sogenannten Filet-Grundstück in der Innenstadt will die Stadt nicht sprechen, denn bis das Planverfahren genehmigt ist und die Aachener Entwicklungsgesellschaft agp das Projekt rechtskräftig in Angriff nehmen kann, werde ohnehin noch mindestens ein Jahr vergehen. Der Stadt kommt die Hängepartie zupass, da sie die alten Schulräume weiterhin als Ausweichquartier gut gebrauchen kann.

In der Vergangenheit bot der Bau bereits Kita-Kindern, Musikschülern und Flüchtlingen eine Übergangsbleibe. Im kommenden Jahr sollen dort erneut die Musikschüler vom Blücherplatz unterkommen. Denn im Bau am Blücherplatz soll der zweite Teil der Asbestsanierung in Angriff genommen werden.

Über die um ein Jahr verlängerte Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes soll der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres am 13. Dezember informiert werden. Das Grundstück befindet sich bereits seit 2015 im Besitz des Projektentwicklers agp aachen GmbH, der im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stadt einen Hochbauwettbewerb für das knapp 4500 Quadratmeter große Grundstück ausgeschrieben hat.

Gekürt wurden am Ende zwei Siegerentwürfe. Welcher davon umgesetzt wird, wird derzeit noch abgestimmt. Entlang der Franzstraße soll ein Seniorenpflegeheim und ein neues Wohnquartier mit einem festgelegten Anteil von Sozialwohnungen entstehen, im dahinter liegenden Bereich soll die alte Sporthalle erhalten und eine Kindertagesstätte neu eingerichtet werden. Ein kleiner Spielplatz im Eck hinter dem WDR-Gebäude an der Karmeliterstraße und hinter der Häuserreihe am Boxgraben soll aufgewertet werden.

Die Stadt erhofft sich eine deutliche Aufwertung des zentral gelegenen Grundstücks in fußläufiger Entfernung von Dom, Rathaus und Hauptbahnhof.

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