Aachen: Eagles Golf-Trophy: Für die gute Sache auf dem Golfplatz

Aachen : Eagles Golf-Trophy: Für die gute Sache auf dem Golfplatz

Sport für eine gute Sache hat in Aachen Tradition. Seit 2006 gehört in jedem Jahr auch ein Benefiz-Golfturnier dazu, die Luisenhospital Aachen Eagles Golf-Trophy zugunsten der Aachener Mukoviszidose-Ambulanz für Erwachsene.

Auch die 13. Auflage ist gespickt mit Prominenten, die für den guten Zweck extra in die Domstadt gereist waren. Von Anfang an dabei ist Olympiasiegerin Ingrid Mickler-Becker, die 1972 im Siebenkampf Edelmetall holte. Auch Sven Ottke, mehrfacher Weltmeister im Super-Mittel-Gewicht, kennt Platz und Turnier aus vergangenen Jahren. Weitere Gäste waren Susi Erdmann, Andrea Spatzek, die Gabi Zenker in der Lindenstraße spielt, Moderatorin Biggi Lechtermann und Moderator Max Schautzer.

Die Aachener Prominenz war mit Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, und Prof. Burkhard Rauhut, dem ehemaligen Rektor der RWTH Aachen, vertreten. Insgesamt schlugen 130 Golferinnen und Golfer für den guten Zweck ab. „Um 6.50 hat der erste begonnen, der letzte wird gegen 18.30 Uhr vom Platz gehen“, schätzt Andreas Freese. Gemeinsam mit Elke Hindemith organisiert er jedes Jahr die Golf Trophy und die dazugehörige Gala am Abend.

Freese ist Chirurg am Luisenhospital und Vorsitzender des Fördervereins „Freunde und Förderer Luisenhospitals“. 2005 wurde am Luisenhospital die Mukoviszidose-Ambulanz für Erwachsene eingerichtet. Ursache für die Erkrankung ist ein Gendefekt. Dieser bewirkt eine Regulationsstörung im Wasserhaushalt der Zellen. Anstatt eines flüssigen Sekretes wird ein abnorm zäher Schleim gebildet, der einen idealen Nährboden für Bakterien bildet. Betroffen sind vor allem Bauchspeicheldrüse, die Bronchialdrüsen und die Darmdrüsen. Der Schleim verstopft die Drüsenausgänge, was die Organe schädigt und zu deren Funktionsausfall führt. Die mittlere Lebenserwartung bei Betroffenen vor 30 Jahren noch sehr gering, liegt sie heute bei rund 40 Jahren.

Neben der Mukoviszidose-Ambulanz betreuen die Kinderarztpraxis Laurensberg und die Kinderklinik des Uniklinikums Aachen Patienten, die an Mukoviszidose erkrankt sind. Die drei Standorte sind seit Mai 2017 von der Christiane-Herzog-Stiftung als Christiane-Herzog-Zentrum anerkannt. Bundesweit gibt es nur sechs solcher Zentren. Von der seltenen erblichen Stoffwechselkrankheit sind bundesweit rund 8000 Menschen betroffen, rund 80 Patienten aus der Region Aachen betreut die Mukoviszidose-Ambulanz.

Gravierende Folgen der Krankheit

Rund 300.000 Euro kostet die Unterhaltung im Jahr. Einen Teil dieser laufenden Kosten spielt seit 2006 die Golf-Trophy ein. 450.000 Euro sind in den vergangenen Jahren durch Turnier und Gala zusammengekommen.

Stolz ist Freese darauf, dass das Turnier als einziges in der Region seit diesem Jahr zum Kreis der Turniere des Eagles Charity Golf Clubs gehört. Einen Teil der Spendenerlöse kommt außerdem der Christiane-Herzog-Stiftung zugute. Schirmherr des Turniers ist neben EU-Parlamentarierin Sabine Verheyen auch Markus Herzog, der Vorstand in der von seiner Mutter gegründeten Stiftung ist. „Ich glaube, meiner Mutter ist es ganz gut gelungen, die Krankheit und ihre gravierenden Folgen für die Betroffenen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.“ Dem Aachener Turnier ist er besonders verbunden, „weil es nach dem Tod meiner Mutter entstanden ist. Das war für mich der Beweis, dass das Thema weiterlebt.“

Mehr von Aachener Nachrichten