Aachen: Durchrütteln und erschrecken lassen auf dem Öcher Bend

Aachen: Durchrütteln und erschrecken lassen auf dem Öcher Bend

Ab Freitagnachmittag, 14 Uhr, drehen sich auf dem Öcher Sommerbend wieder die Karussells, locken die Losbudenbesitzer mit näselnden Stimmen wieder Kunden, zieht der Duft von gebrannten Mandeln und Backfisch wieder über den Kirmesplatz.

Punkt 14 Uhr verkündet der Knall von drei Böllerschüssen: „D‘r Bend jeäht op.“ Zwei Stunden lang können die ersten Rummelbesucher dann zweimal ein Gerät zum Preis für eine Fahrt genießen. Um 18 Uhr dann wird die Sommerkirmes offiziell vor dem Festzelt Fiebus durch Bürgermeister Björn Jansen, Eurogress-Chefin Kristina Wulf, dem Vorsitzenden des Schaustellerverbandes, Peter Loosen und Klaus-Dieter Jacoby, dem Vorsitzenden des Eurogress-Betriebsausschusses eröffnet.

Kein Arbeiterdenkmal, sondern Zubehör zur neuen Laufgeschäft-Attraktion „Krumm- und Schiefbau AG“.

Zehn Tage lang können sich die Aachener und ihre Nachbarn aus der Region und aus den benachbarten Niederlanden und Belgien amüsieren. Täglich von 14 bis 24 Uhr.

„Wir sind das größte Familienvolksfest in der Euregio“, stellt dazu Schausteller-Chef Peter Loosen fest. „Wir können Jung und Alt vieles bieten.“ Auf dem vier Hektar großen Bendplatz ist genügend Platz für 120 Schausteller mit den unterschiedlichsten Geschäften und Attraktionen. „Nur die perfekte Mischung macht den Öcher Bend so erfolgreich“, betont Kristina Wulf.

Unangefochtener Höhepunkt des diesjährigen Sommerbends ist jedoch die Geisterbahn „Daemonium — Weg ins Ungewisse“. Einer Festung gleich erwartet sie die Besucher beim Eintritt durch den Haupteingang. „Wir haben hier die größte transportable Geisterbahn der Welt“, verkündet der Chef der Attraktion, Martin Blume, stolz. Neben gruseligen elektrischen Effekten wird das Publikum in der Bahn auch von Live-Akteuren erschreckt. „Die nehmen die ganz jungen oder älteren Fahrgäste aber nicht so hart ran“, beruhigt Blume mit einem Augenzwinkern.

Dieses Jahr wird sichtlich auf Horror gesetzt: Wer von „Daemonium“ noch nicht genug hat, sollte sich noch in den „Panic Room“ wagen. In dem dunklen Zelt erwarten den mutigen Besucher jede Menge Gestalten aus berühmten Horror-Filmen. Das ist nichts für schwache Nerven.

Aber auch für die Kleinsten wird allerhand geboten: Neben den Klassikern wie Entenangeln, Pfeilwerfen und Co. können Familien auch Fahrgeschäfte wie die „Montgolfière“ aufsuchen. Hier werden sie in kleinen Körben entspannte acht Meter in die Höhe gehoben. „Wir haben auch in diesem Jahr wieder stark auf Familien gesetzt, aber trotzdem soll auch die Action nicht ausgelassen werden“, versichert Peter Krings, der Manager des Bend.

Und für Action sorgen solche Attraktionen wie das „Sky Trip“, in dem Fahrgäste in den unglaublichsten Bewegungskombinationen in bis zu 25 Meter Höhe bugsiert werden. Wer seinem Magen danach noch feste Kost zumuten will, kann sich an einer der zahlreichen Imbissbuden verköstigen lassen.

Überhaupt die Gastronomie. Die wurde in den letzten Jahren ständig ausgeweitet. So kann der Rummel-Bummler regelrechte Menüs genießen, aber auch die berühmte „Wurst auf der Faust“.

Weil Parkplätze Mangelware sind, bitten Krings und Loosen, die Busse der Aseag zu benutzen. „So kommt man schnell und sicher an sein Ziel“, versichert Krings.

Wer Geld sparen will, sollte auf die Mottotage achten. Am Mittwoch, 13. August ist Familientag. Dann halbieren sich die Preise an den Fahrgeschäften. Am Dienstag davor ist Studententag. Der akademische Nachwuchs erhält gegen Vorlage seines Studierendenausweises an vielen Geschäften satte Rabatte.

Die Damen der Schöpfung werden am Freitag, 15. August ab 19 Uhr besonders geehrt. Sie werden ebenso mit niedrigeren Preisen bedacht. Sparwilligen bietet das Eurogress noch eine Möglichkeit: Zu den Kassenzeiten werden an der Monheimsallee 25 Bend-Taler für 20 Euro verkauft. Jeder Bend-Taler ist einen Euro wert und gilt immer, also auch beim nächsten Bend.

Am Schluss der Sommerkirmes, am Montag, 18. August, wird gegen 22 Uhr das traditionelle Feuerwerk den Öcher Bend beschließen.

Am Samstag, 16. August, bietet die Stadtgarde Oecher Penn im Festzelt Fiebus wieder ihre schon legendären „Wies‘n“ mit der Liveband Merrick aus Südtirol an. Die Fete beginnt um 18 Uhr und endet um Mitternacht. Eine längere Party lässt das Ordnungsamt nicht zu. Null Uhr ist Feierabend „op d‘r Bend“.

Bis Donnerstag, 14. August, 24 Uhr, kann der Chefkolumnist der „Aachener Nachrichten“, Willi Wichtig, gesucht werden. Er hat sich an zehn Rummelgeschäften versteckt. Dort gilt es, ihn aufzutreiben und mit etwas Glück einen der drei wertvollen Bend-Taler-Preise zu gewinnen. Dafür muss man den Namen der Geschäfte unter der richtigen Nummer in den auf dieser Seite abgedruckten Originalcoupon eintragen und diesen Coupon in den Briefkasten des Schaustellerverbands, Süsterfeldstraße 36a (Bendplatz), einwerfen.

Nicht vergessen: Die Teilnehmer müssen ihren Namen, ihre Adresse und die Telefonnummer sowie — falls vorhanden — die E-Mail-Adresse eintragen Der Rechtsweg ist beim Spiel ausgeschlossen.

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