Aachen: Dritter Schultag und schon Hitzefrei

Aachen: Dritter Schultag und schon Hitzefrei

Stolze 31,2 Grad Celsius zeigte das Thermometer am Mittwochnachmittag an der Wetterwarte auf dem Wingertsberg. An die 30 Grad heiß war es morgens schon in manchem Klassenzimmer in Aachen.

Folge: An etlichen Schulen konnten sich die Schüler am dritten Tag des neuen Schuljahrs über Hitzefrei freuen.

Am Gymnasium St. Leonhard in der Jesuitenstraße zum Beispiel durften die Klassen 7 bis 10 nach der fünften Stunde nach Hause gehen. Für die Neulinge aus dem fünften Schuljahr war der Unterricht da sowieso zu Ende. „Die Sechstklässler werden in der Schule versorgt”, sagte Schulleiter Günther Dick. Schließlich nehmen viele Sechstklässler an der Nachmittagsbetreuung teil. Und ein kühles Fleckchen findet sich immer. Auch wenn in manchem Klassenzimmer gut 30 Grad gemessen wurden.

Für den heutigen Donnerstag versprechen die Wetterkundler noch ein paar Grad Hitze mehr. Vorsorglich Hitzefrei geben wollte Günther Dick dennoch nicht. „Der Physiker glaubt nicht, der misst”, erklärte er schmunzelnd. Er erinnert sich immer noch an den Kollegen, der vor Jahren der Wettervoraussage („Schneechaos”) glaubte und für den nächsten Tag vorsorglich schneefrei gab. „Und dann lag nicht eine Flocke auf der Straße.”

Ab 27 Grad Celsius

Nach Auskunft des städtischen Presseamts entscheiden die Schulen selbst, ob sie Hitzefrei geben oder nicht. Richtschnur ist eine Vorgabe des Schulministeriums. Danach muss eine Durchschnittstemperatur von über 27 Grad Celsius gemessen werden. Bei Werten unter 25 Grad darf auf keinen Fall Unterricht ausfallen. „Und die Oberstufe”, sagt Björn Gürtler vom Presseamt, „kriegt grundsätzlich kein Hitzefrei. Es sei denn, es ist so heiß, dass gesundheitliche Schäden drohen”.