Dritter Aachen-Krimi von Ingrid Davis

„Aachener Gangster“ : Ein Krimi mit viel Lokalkolorit

Mit ihrem neuen Roman „Aachener Gangster“ legt die gebürtige Aachenerin Ingrid Davis das dritte Buch in der Reihe um Privatdetektivin Britta Sanders, Kriminaloberkommissar Körber und das Team der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz vor.

„Mit wild hämmerndem Herzen guckte ich durch den Spion. Vier muskulöse Kleiderschränke in schwarzen Lederjacken, mit schwarzen Strumpfmasken über den Gesichtern.“ Das ist nicht der Besuch, mit dem Detektivin Britta Sander am Abend des 8. März rechnet, ganz im Gegenteil. Nicht einmal zwei Seiten gelesen, schon steckt der Leser mitten drin im neuen Roman „Aachener Gangster“ von Ingrid Davis.

Es ist das dritte Buch um die Privatdetektivin Britta Sanders, den Kriminaloberkommissar Körber und das Team der Detektei Schniedewitz & Schniedewitz. Und es geht direkt zur Sache: Kunst- und Antiquitätenhändler Tom Hartwig bittet Britta um Hilfe: Raphael Weskott, einer seiner engsten Mitarbeiter, ist tot, ermordet. Doch Tom hat selbst eine dunkle Vergangenheit und möchte sich nicht an die Polizei wenden. Zwar wird Britta gewarnt, den Fall anzunehmen, doch schlägt sie, wie sie halt ist, alle Warnungen in den Wind. Postwendend gerät sich Britta in einen tiefen Sumpf der organisierten Kriminalität, bekommt es mit Frauenhändlern und Drogendealern zu tun und wird sogar entführt.

Ingrid Davis, geboren 1969, veröffentlichte das erste Buch um die Privatdetektivin Britta Sander unter dem Titel „Vergeben und Vergessen“ im Selbstverlag, damals nutze sie noch den Namen Robin Armstrong als Pseudonym. Der KBV-Verlag, der viele regionale deutschsprachige Krimis verlegt, fand Gefallen an dem Buch und veröffentlichte es unter dem Titel „Aachener Todesreigen“ gemeinsam mit dem nachfolgenden Band „Aachener Intrigen“ im April 2018.Natürlich gehören in jeden guten Krimi auch ein paar Leichen, aber im Großen und Ganzen lassen sich Davis’ Romane ins Genre der Krimikomödien einordnen.

Dreiländereck und Öcher Platt

Aachen kommt in den Romanen nicht zu kurz, ist doch Autorin Davis gebürtige Aachenerin und kennt viele Ecken und Winkel der Stadt wie ihre Westentasche. Wichtig in den Romanen sind aber nicht nur die Gässchen und der Dom, sondern auch die Lage Aachens im Dreiländereck. Das Überqueren der Grenzen gehört ebenso dazu wie das Öcher Platt, bei dessen Verschriftlichung Davis von einer Freundin Hilfe bekommt. „Ich kann mir auch den einen oder anderen Witz über die Alemannia nicht verkneifen“, meint die Autorin. Für Aachener gibt es in den Büchern viel wiederzuerkennen, für alle anderen sind sie ein unterhaltsamer und spannender fiktiver Einblick in die Stadt Karls des Großen.

Das nächste Buch soll bereits im Frühjahr 2019 erscheinen. Ein Großteil der Handlung wird im Freibad Hangeweiher spielen – der perfekte Roman also, sollte es wieder einen so sonnigen Sommer geben wie 2018.

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