Burtscheid: Drei frisch renovierte Kreißsäle im Marienhospital eingeweiht

Burtscheid: Drei frisch renovierte Kreißsäle im Marienhospital eingeweiht

Ein Farbenmeer aus Pastelltönen, Gemälde von Seerosen, liebevolle Details wie ein Engel an der Wand oder ein Sternenhimmel an der Decke prägen die drei neu gestalteten Kreißsäle im Marienhospital Aachen.

Mit dem klinischen, medizinischen Charakter früherer Zeiten haben die frisch renovierten Räume nun gar nichts mehr gemeinsam. Abgesehen von einigen Apparaturen wähnt man sich eher in einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer als in einem Krankenhaus.

Und genau so soll es sein, wie Rolf-Leonhard Haugrund, geschäftsführender Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen, betont. Bei der offiziellen Einweihungsfeier segnete Ehrendomkapitular Monsignore Heribert August, Vorsitzender des Kuratoriums der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen, die neuen Räumlichkeiten feierlich ein.

„Das neue Ambiente, die einladende Atmosphäre und das harmonische Farbenspiel der Pastelltöne sind außergewöhnlich. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt, natürlich unter modernen technischen Bedingungen“, fasst Haugrund zusammen. In maßgeschneiderten Holzschränken ist das Sicherheitskonzept verborgen. Alles ist sofort griffbereit und trotzdem für die Gebärende nicht sichtbar, wie die Leiterin der geburtshilflichen Station und leitende Hebamme Barbara Wicke-Dollendorf erklärt. Die Geburt könne in jeder gewünschten Position erfolgen — im Bett, am Halteseil, auf dem Gebärhocker oder in der Badewanne. „Bei uns bekommt jede Mutter ihr Baby so, wie sie es wünscht“, betont Wicke-Dollendorf.

Vier Monate hat die Neugestaltung der Entbindungsstation inklusive Entkernung gedauert. Und die Investition von rund 500.000 Euro habe sich mehr als gelohnt, sagen die Verantwortlichen. Ein Clou sei vor allem das neu gestaltete Bad, das zugleich ein Entspannungsraum ist. Er biete Paaren vor der Geburt auf einem Familienbett die Möglichkeit, sich gemeinsam auf den großen Moment vorzubereiten. Gemütliche Kissen und Decken, ein Meer aus Seerosen an der Wand und eine knallig-pinke Gebär-Badewanne erzeugten ein romantisch-verspieltes Design. „Hier vergisst man, das man im Krankenhaus ist. Die Männer werden ausdrücklich mit einbezogen. Das ganze Konzept ist in sich so stimmig, dass die Paare hoffentlich gerne für eine weitere Geburt zu uns kommen“, betont Haugrund.

Auch Heribert August ist begeistert: „Das war eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft“, freut er sich. Zwischen 500 und 600 Geburten — 2014 deutlich mehr — werden jedes Jahr im Marienhospital betreut. Die rund 1400 Kinder, die in den vergangenen drei Jahren hier zur Welt gekommen sind, wurden mit ihren Eltern handschriftlich und namentlich zu einer Besichtigung der neuen Räume eingeladen.

Für Farbe, Form und Material und die ganzheitliche Komposition zeichnen die Innenarchitekten Antje und Hans Monz sowie die Architekten Sandra und Kai Moldenhauer verantwortlich.

Das Team der Geburtshilflichen Klinik rund um Dr. Matthias Lerch, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, freut sich beim Tag der offenen Tür im Kreißsaal am Samstag, 6. Dezember, und Sonntag, 7. Dezember, jeweils von 12 bis 18 Uhr allen werdenden Eltern und Interessierten die neuen Räume zu zeigen. Zugleich findet im Marienhospital der Nikolausmarkt im Abteigarten statt.