Aachen: Dreharbeiten für „Pendler und andere Helden“ in Aachen

Aachen: Dreharbeiten für „Pendler und andere Helden“ in Aachen

Wer mehr oder weniger regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kennt diese Situationen: Leute, die laut telefonieren, plappernde Sitznachbarn und Schwarzfahrer, die erwischt werden. In der Kurzserie „Pendler und andere Helden“ werden ebensolche Phänomene humorvoll aufgegriffen und in kurze Folgen verpackt.

Im Dezember vergangenen Jahres ging die erste Staffel zu Ende, und die Videos fanden bereits Zehntausende Zuschauer. Jetzt wird die zweite Staffel gedreht, unter anderem auch in Aachen. „Die Leute in der Bahn fahren ja nicht nur einfach von A nach B, da stecken auch immer interessante Geschichten dahinter“, erklärt Nina Kradepohl von der Gemeinschaftskampagne der öffentlichen Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen.

Die jeweils wenige Minuten langen Webvideos werden in Kooperation mit der Deutschen Bahn und den regionalen Nahverkehrsverbünden produziert und sollen ein wenig helfen, das staubige Image des Pendlerverkehrs aufzufrischen. Im ganzen Bundesland entstehen so kleine Kurzgeschichten mit den bereits bekannten Protagonisten der Serie.

Einer davon ist auch in den neuen Folgen Kais Setti, der sein Handwerk unter anderem an der Theaterschule Aachen gelernt hat. Über seine Figur Serkan sagt er: „Das ist eher ein entspannter Charakter, der alles nicht so eng sieht. Ein ganz lustiger Typ.“

Damit passt er gut in die Serie, die neben dem vordergründigen Humor mitunter auch ernste Botschaften vermittelt, wie etwa die Aufforderung zu Zivilcourage und Rücksichtnahme auf die Mitreisenden. Das Ganze spielt sich immer vor der für Bahnreisende alltäglichen Kulisse ab: auf den Bahnhöfen und in den Regionalzügen im ganzen Bundesland.

Obwohl die Clips jeweils nur wenige Minuten dauern, steckt doch eine ganze Menge Arbeit hinter der Produktion — was durch die Drehorte zusätzlich erschwert wird. Manchmal muss das Filmteam, wie jetzt am Aachener Hauptbahnhof, das ganze Equipment in einen Regionalexpress schaffen, um dort auf engstem Raum zu drehen.

Und die Zeit sitzt den Filmemachern im Nacken. Jeweils zweimal die Strecke von Aachen nach Dortmund und zurück hatten sie Zeit, um alle Szenen in den Kasten zu bekommen. Ob es geklappt hat, sehen die Zuschauer dann ab dem 24. August — dann erscheinen die 13 neuen Folgen im Internet.

Mehr von Aachener Nachrichten