Aachen: „Draußen vor der Tür“: Ein Stück, das die Menschen berühren soll

Aachen: „Draußen vor der Tür“: Ein Stück, das die Menschen berühren soll

Es ist Nacht, die Atmosphäre düster, auf der Bühne steht der übersättigte Tod. Die Rückkehr des lebensmüden, schuldgeplagten Soldaten Beckmann in ein Hamburg der Nachkriegszeit nimmt ihren Anfang und ist zugleich Hauptgegenstand des 1946 verfassten Stücks „Draußen vor der Tür“.

Am 18. September feiert das Werk des 1947 gestorbenen Autors Wolfgang Borchert Premiere im Das Da Theater. „Mir wäre es lieber gewesen, die Heimkehr-Thematik hätte keine Brisanz mehr. Doch der Inhalt ist sehr, sehr aktuell“, erläutert Tom Hirtz, Geschäftsführer und Regisseur des Theaters, die Beweggründe zur Inszenierung. „Heute kehren Soldaten aus Afghanistan zurück - damals die Generation des zweiten Weltkriegs. Die Umstände sind andere, doch Traumata und Erlebnisse bleiben im Grunde gleich“. Für eine optimale Wirkung des Inhalts hält sich Hirtz strikt an Form und Text des Originals.

Die Sprache sei einfach auf den Punkt gebracht. Er habe nur eine kompakte Form für das qualitativ sehr hochwertige Stück finden müssen, so der Regisseur. Nun spielen fünf Schaupieler des Ensembles, allen voran Bernhard Schnepf als verzweifelter Beckmann, für sechs Wochen auf der veränderten Bühne. Um 90 Grad gedreht und aufwändig umgestaltet, eröffnet die 16 Meter breite Bühne den Zuschauern neue Perspektiven. Der Industriecharme des Theaters kommt dem dunklen, übersichtlichen Bühnenbild dabei zugute. Für das Stück wünscht sich Tom Hirtz nun eines: „ Es soll die Menschen berühren.“

Für die Premiere am 18. September sind noch Restkarten erhältlich. Die Vorstellungen finden bis zum 26.Oktober statt — immer donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags bereits um 18 Uhr im Theater an der Liebigstraße. Karten kosten 22,50 Euro und ermäßigt 15 Euro. Vorbestellungen sind im Theaterbüro unter 0241/161688 oder im Buchladen Pontstraße 39 unter 0241/28008 möglich.

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