Aachen: Dom: Bronzeplatte bietet Orientierung

Aachen: Dom: Bronzeplatte bietet Orientierung

Seit zwei Wochen haben die Besucher des Aachener Doms eine zusätzliche Möglichkeit, sich über die Gegebenheiten der Kirche schlau zu machen. Grund ist eine rund zwei Quadratmeter große Bronzeplatte, die seitdem im Domhof liegt.

„Die Platte ist eine wunderschöne Ergänzung zu unserem dreidimensionalen Dom-Modell”, erklärt Dombaumeister Helmut Maintz. Die bronzene, rechteckige Platte zeigt einen Grundriss des Aachener Doms und weist die Touristen auf die vielen Facetten der Kirche hin.

„Die Idee, so etwas zu machen, entstand im Oktober 2010, also vor ziemlich genau zwei Jahren. Die konkreten Umsetzungsplanungen begannen vor gut einem dreiviertel Jahr”, sagt der Dombaumeister. „Viele Köpfe waren in die Planungen einbezogen. Wir überlegten hin und her, wie wir die Platte für die Besucher am einfachsten und sinnvollsten gestalten konnten”, ergänzt er.

Das Besondere der Platte ist, dass nicht nur der Grundriss des Doms zu erkennen ist, sondern durch Schraffierungen auch zeitliche Veränderungen im Dom deutlich werden. So werden Bauten, über die es keine genauen Nachweise gibt, mit gestrichelten Linien angezeigt. Schraffierungen grenzen ältere von neueren Bauten innerhalb des Doms ab. Dadurch sagt die Platte auch etwas über die Chronologie des Bauwerkes aus.

„Toll ist, dass sich die Besucher, bevor sie den Dom betreten, ein Bild vom Innenleben des Gebäudes machen können und nicht planlos umherirren müssen. Die Leute können sich mit Hilfe dieser Platte einen Eindruck vom Dom verschaffen”, zeigt sich Honorarkonsul Michael Wirtz mit dem Ergebnis der Platte äußerst zufrieden. Möglich wurde diese Informationsquelle erst durch die finanzielle Unterstützung von Michael Wirtz. „Ich denke, dass die Besucher des Aachener Doms in Zukunft eine schöne Anlaufstelle haben, wenn sie den Dom besichtigen möchten”, so der Spender.

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