Aachen: Die Unterschriften sollen Freitag getrocknet sein

Aachen: Die Unterschriften sollen Freitag getrocknet sein

Zwei Protagonisten, die sich gerne am Donnerstagabend den Fragen der „Nachrichten”-Leser gestellt hätten, haben abgesagt. Sie mussten absagen, weil beide am Abend quasi zeitgleich auf dem Weg nach Hamburg sind.

Herbert Pontzen von der Projektentwicklungsgesellschaft Adalbertstraße, kurz PEA, wäre gerne gekommen, aber er reist am Donnerstagabend schon nach Hamburg, um am Freitagmorgen ausgeruht in die Verhandlungen mit den Investoren gehen zu können: „Ich bitte um Verständnis.”

Die PEA ist im Besitz des brachliegenden Areals zwischen Kaiserplatz und Adalbertsberg, die Strabag aus Köln und ECE aus Hamburg, würden es gerne kaufen, um dort die Kaiserplatzgalerie zu errichten.

Die ellenlangen Verhandlungen sollen am Freitag zu einem für beide Seiten positiven Abschluss kommen. „Die Zeichen sind positiv, es bleibt spannend bis zuletzt”, hält sich der Kölner Bereichsleiter der Strabag, Rainer Maria Schäfer, noch zurück: „Erst muss die Unterschrift unter dem Notarvertrag getrocknet sein.”

„Ich hätte gerne die Fragen Ihrer Leser beantwortet, aber ich muss bei den wichtigen Verhandlungen in Hamburg dabei sein und meine Teilnahme am AN-Forum leider absagen”, bedauert Schäfer.

Am Freitagmorgen sollen die letzten Probleme diskutiert und aus dem Weg geräumt werden. Anschließend soll der Vertrag beim Notar unterschrieben werden.

„Aktueller kann ein Forum nicht sein”, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Harald Baal. Er wird sich am Abend den Fragen des Publikums ebenso stellen wie Oberbürgermeister Marcel Philipp, Hermann-Josef Pilgram, finanzpolitischer Sprecher der Grünen, SPD-Ratsherr Norbert Plum, FDP-Fraktionschef Wilhelm Helg, Andreas Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken, Felix Bosseler (Piraten), Horst Schnitzler (UWG), Hans-Dieter Schaffrath (FWG) sowie Christoph Allemand von der Bürgerinitiative „Kaiserplatzgalerie Aachen - Nein danke!”.

Einlass in die Aula Carolina, Pontstraße 7-9, ist um 19.30, Beginn um 20 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Unterdessen wird auf unserem Internetportal http://www.aachener-meinung.de weiter kontrovers über die Baustelle am Kaiserplatz diskutiert. Oswin Michael Müller vertritt die Auffassung, dass es genug Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt gibt: „Hier bietet sich die Möglichkeit für stadtnahes Wohnen in einem Gartenpark. Nur darf das nicht zu teuer werden, damit es für mittlere Einkommen erschwinglich bleibt.”

Inge Gerdom schlägt dem OB vor, mal ein paar Ratsvertreter nach Bremen zu schicken. „Die sollen sich dort die Böttchergasse ansehen. Nach diesem Vorbild sollte der Kaiserplatz umgestaltet werden.”

Ohne „luxuriöse Galerie, die niemand braucht, und aus der mit Sicherheit nach geraumer Zeit viele Geschäfte wieder ausziehen werden”. Es sollte dort bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, sowie „ein kleines Geschäftsviertel, wo viele kleine Händler einziehen können.”

Für Renate Schütz ist das City-Center in Düren ein Vorbild für die Stadt Aachen. „So etwas wünschen wir uns für Aachen und Umgebung.”