Aachen: Die Ullala fühlt sich in Aachen so richtig gut

Aachen: Die Ullala fühlt sich in Aachen so richtig gut

Katrin Schmick alias „Ullala” aus dem WDR-„Reformhaus Schmidt” wird heute bereits häufiger gehört als ihr Vorbild. Das ist die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die nach der aufgeregten Einführung der Praxisgebühr momentan wieder ruhigere Tage erleben darf.

Nicht so die WDR-Kultfigur, die nasale Ullala, die beinahe täglich auf WDR2 die Menschen schmunzeln lässt. Immer wieder kommentiert sie mit neuen tiefsinnigen Plattheiten im Singsang des Öcher Vorbildes den Patientenalltag - und noch viel mehr aus der Bundesrealität, endet gewöhnlich mit haarsträubenden Ratschlägen und dem feststehenden Idiom „anders wär´ nämlich schlecht”. Jetzt gab es für die Ullala was zu feiern, nämlich das einjährige „Ullalaläum”.

Der arme Seehofer

Das tat Ullala, die Morgenmagazin-Moderatorin Katrin Schmick, in Aachen - ein Kompliment an die Wurzeln ihrer in ganz NRW beliebten Kultfigur. Im WDR-Studio in der Karmeliterstraße zog sie mit glatter Ulla-Schmidt-Perücke und halber Brille, die gleichzeitig die Nase zur originalgetreuen näselnden Tonfindung zu drückt, die aktuelle Politik durch den Kakao.

Da ging es tagespolitisch „um den kleinen Horst”, den arme Seehofer, also Ulla Schmidts Pendant bei der Union. „Ich beneide ihn schon ein bisschen”, näselte Ullala, weil er jetzt doch so viel Zeit für sich habe. Oder die „Gesine”: Die hätte sie schon gerne als Bundespräsidentin gesehen. Das war die Kandidatin mit dem „integrierten Vogelschutzbiotop” auf dem Kopf. Komisch, bei solchen Sätzen sieht man die leibhaftige Ulla vor sich stehen. Das ganze koordiniert Redakteur und Miterfinder der Figur, Andreas Neuhaus. Zwei Schreiber sind inzwischen damit beschäftigt, die aktuellen Gags zusammenzustellen.

„Dschungeltagebuch”

So jöstert Katrin Schmick durch die aktuellen Themen, schlägt ab und zu ihr „Dschungeltagebuch” auf, in dem sie von den Abenteuern der „Ullala-Jones” berichtet. Im Lande „Hei-Lung” gebe es einen Fluss mit vielen „Weißkittelpiranjas”. Durch den werden „in großen Herden” die Kassenpatienten getrieben, nach dem Motto, ein paar Opfer muss es ja geben. Für die Privaten, da gebe es oben an der Biegung natürlich eine kleine, feine Furt.

Herrlich sind immer wider Ullalas Frauengespräche mit Leidenskollegin Angela aus der anderen Partei. es schellt das Handy und Neuhaus läuft herbei mit dem mobilen Teil in der Hand, holt sich einen verbalen Watschen ab.

Gefragt wie nie

Dann gibt Ullala der Angelala Ratschläge zum Abgewöhnen, herrliche Frauensolidarität! Und schön anzuhören waren Ullalas Liebeserklärungen an den „Münte”, da haben der Gerhard und der Wolfgang das Nachsehen. Die Ullala, das erklärte Neuhaus nach der gelungenen Jubiläums-Darbietung, sei gefragt wie nie und könne sich vor Anfragen nicht retten. Am schönsten sei es aber immer in Aachen. Die Geburtsstadt des Originals scheint zu beflügeln.

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