Aachen: Die Stadtfarben und Platt sind Trumpf

Aachen: Die Stadtfarben und Platt sind Trumpf

Ursprünglicher Volkskarneval wurde jetzt wieder beim Verein Öcher Platt geboten: Im rappelvollen Stauferkeller stieg die legendäre Karnevalssitzung des Montagsstammtischs rund um Gert und Christel Leuchtenberg.

„Wir mussten den Einlass diesmal auf unsere Mitglieder beschränken, da der Platz begrenzt ist“, erklärte Christel Leuchtenberg. Jeder Stuhl war an diesem Abend heiß begehrt, und man könnte schon beinahe sagen, dass die Plätze vererbt werden. Jedes Mitglied hat seinen festen Tisch, und manch einer war schon anderthalb Stunden vor Beginn da, um sich einen besonderen Platz zu sichern. Schwarz und Gelb dominierten an diesem Abend, nicht nur beim Outfit der fleißigen Helfer des Vereins, die sich um den Ausschank und die Bewirtung der Gäste kümmerten. Auch viele Besucher hatten sich in den Stadtfarben verkleidet, ob mit gelbem T-Shirt und schwarzem Frack oder sogar als Biene Maja.

Während sich auf Aachens kleinster Bühne vier Stunden lang die Elite des Öcher Fastelovvends tummelte, sorgte Hein Schnitzler an der Technik für einen reibungslosen Ablauf. Und so kamen im Stauferkeller auch die Reden gut an beim mundartbegeisterten Publikum. Der Öcher Wirt Michael Radermacher bot einen ausgefeilten Beitrag zum Thema „Was Du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen.“ Sänger Kurt Christ stiftete schnell die erste Polonaise an und schmetterte sein unvermeidliches „Konfetti überall“. Einen tollen Auftritt legte auch Dirk von Pezold als Lennet Kann hin: Nicht nur mit seinem bekannten Lied über das Öcher Original, auch als Öcher Sinatra begeisterte er. „Red Roses“ interpretierte er unter dem Titel „Blomenelles“.

Anschließend in die Kneipe

Mit den Öcher Stadtmusikanten, Tästbild und den Öcher Stallburschen hatte Programmgestalter und Moderator Leo Leuchtenberg gleich drei Gruppen verpflichtet, die mit ihren Liedern jeden Saal sofort mitreißen. Bei derart feierlustigen Jecken wollten Prinz Mike I. und sein Gefolge die Bühne gar nicht mehr verlassen. Aber danach ging es noch in den benachbarten Kneipen fröhlich weiter.

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