Aachen: Die Stadt Aachen will in Zukunft grüner werden

Aachen : Die Stadt Aachen will in Zukunft grüner werden

Versiegelte Flächen, regelrechte Betonwüsten, die sich im Sommer aufheizen und keinen Schatten bieten: Damit soll in Aachen bald Schluss sein.

Am 14. September ist in der Stadt die neue Grün- und Gestaltungssatzung in Kraft getreten. Ziel ist es, das Stadtbild künftig grüner zu gestalten. „Wir sind überzeugt davon, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt ist, den Klimaschutz und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern und gleichzeitig Investoren nicht unzumutbar zu belasten“, wird Markus Kremer, Umweltdezernent der Stadt Aachen, in einer Pressemitteilung zitiert.

Park- und Lagerplätze betroffen

Mit der neuen Satzung reagiert die Stadt darauf, dass immer neue Flächen im Stadtgebiet bebaut und damit versiegelt werden. Dazu gehören vor allem Parkplätze oder auch Lagerplätze von Gewerbebetrieben, die in früheren Jahren ohne Bäume und Sträucher errichtet werden konnten.

Solche Flächen heizen sich auf, Schatten ist nirgends zu entdecken; sie sind „lieblos und abschreckend“, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Bäume und Sträucher hingegen sorgten für Ablühlung, die der zugebauten Stadt gut tun — und sie verschönern das bebaute Umfeld.

Kleinlebewesen auf dem Dach

Auch Flachdächer sollen in Zukunft begrünt werden: „Begrünte Flachdächer sorgen für Lebensraum von Kleinlebewesen, beeinflussen im Positiven das Mikroklima und sorgen auch für Abkühlung“, argumentiert die Stadt.

Die neue Satzung der Stadt gilt sowohl für private als auch öffentliche Bauvorhaben. So wird jeder Bauantrag daraufhin geprüft, ob die Oberfläche des Flachdachs groß genug ist, dass eine Dachbegrünung erfolgen muss. Auch neue Park- und Lagerplätze werden in Bezug darauf untersucht, wie viele Bäume oder Sträucher dort angepflanzt werden müssen.

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