Die spannende Geschichte vom Kobold und seinem Meister Eder

Premiere im Theater Brand : Pumuckls Abenteuer

„Meister Eder und sein Pumuckl“ feiert am Sonntag, 2. Dezember, Premiere im Theater Brand. Grundlage ist die Theaterfassung nach den Büchern von Ellis Kaut.

„Ich kann nicht ernst bleiben, weil ich noch nie ein Ernst war“, doziert der kleine Erwachsenenschreck gern. Er reckt keck sein Näschen in die Luft, denkt sich jede Menge Schabernack aus und ist längst nicht für jeden sichtbar. „Meister Eder und sein Pumuckl“ hat schon ganze Generationen begeistert. Auch im Hause Gier, sonst wäre der 11-jährige Noah Gier kaum auf den Vorschlag gekommen, den frechen Kobold mit der roten Haarmähne zur Hauptfigur des Kinderstücks des Theaters Brand zu machen. Vater Patrick und Oma Wilma waren ebenfalls begeistert und so feiert „Meister Eder und sein Pumuckl“ am Sonntag, 2. Dezember, Premiere im Theater Brand.

Grundlage ist die Theaterfassung nach den Büchern von Ellis Kaut. In ihr bleibt Pumuckl zuerst am Leimtopf des Schreinermeisters Eder kleben und ist fortan für den etwas einsamen Senior sichtbar. Das bringt ihm sogar den Besuch eines Seelendoktors ein, den Eders besorgter Freund, Herr Schmidt, einschaltet. Unsichtbar bleibt Pumuckl auch für Eders Schwester und seine Nichte Bärbel, die Eder besuchen, weil die Schwester zum Zahnarzt in der Stadt muss. „In meiner Inszenierung lasse ich ein wenig offen, ob es den Pumuckl gibt oder Meister Eder seine Zerstreutheiten einfach auf einen Kobold schiebt. Das können die Zuschauer selbst entscheiden. Wichtiger ist mir eigentlich die Beziehung vom Meister Eder zu seiner leicht pubertierenden Nichte, die als 13-Jährige schon groß und vernünftig sein will. Durch die Zeit mit ihrem Onkel merkt sie aber, dass auch Erwachsene durchaus kindisch sein können und dass das auch noch Spaß macht“, erläutert Patrick Gier seinen Inszenierungsansatz.

Der Sozialpädagoge mit einer Zusatzausbildung in Theaterpädagogik hat sich von der Begeisterung seines Sohnes gern anstecken lassen, um wieder einmal die Regie im Theater Brand zu übernehmen. Auch Noah hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, die Rolle des Pumuckl zu übernehmen. Um die Belastung der zahlreichen Aufführungen für die kindlichen Darsteller zu minimieren, sind die Rollen von Pumuckl und Bärbel doppelt besetzt. Neben Noah Gier spielt Ilias Boukour den Pumuckl, Bärbel wird von Lotta Matuschek und Zoe Dreissiger (beide 12) gemimt. Immerhin stehen 14 Vorstellungen bis Ende Januar auf dem Programm. Dazu kommen noch sechs Vorstellungen für Schulen.

„Durch unsere hervorragende Jugendarbeit können wir Kinderrollen auch mit Kindern besetzen. Das macht die Aufführungen noch authentischer“, meinte Patrick Gier. „Dafür nehmen wir auch gern die doppelte Probenzeit in Kauf.“ Insgesamt sind mit dem Ensemble, Technik, Bühne und Kostüme 20 Leute in die neue Inszenierung involviert. „Dazu kommen natürlich noch viele Mitglieder, die sich um die Betreuung des Publikums kümmern“, kann sich Patrick Gier auf eine große, engagierte Theatergemeinde verlassen.

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