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Herbstlauf der ATG: Die Sonne lacht mit den Teilnehmern um die Wette

Herbstlauf der ATG : Die Sonne lacht mit den Teilnehmern um die Wette

Erika Holstein war zufrieden. „Nein wirklich, das ist hier so eine tolle Atmosphäre und die Organisation derart prima, das möchte ich einmal loswerden.“ Die Kärntnerin ist seit fast 40 Jahren in Aachen zuhause und fühlte sich erkennbar wohl unter den insgesamt 750 Startern beim 4. Herbstlauf der ATG am Chorusberg.

Was sie so begeisterte, war das Team rund um die Organisatoren Günter Drießen und Jörn Schnöring. Beide hatten wieder den sprichwörtlichen Pakt mit Petrus geschlossen, ein Sommertag im Oktober ließ bei den anwesenden Lauf-Enthusiasten das Herz höher schlagen.

Schon vor dem Startschuss probierten die jüngsten Teilnehmer einmal das Siegertreppchen aus, mehr als zehn Kinder fanden aber keinen Platz darauf. Ihr richtiger Auftritt folgte kurze Zeit später beim Kinderlauf, die Aufregung war allerdings bei manchem Elternteil deutlich größer als bei den Kindern.

Neben dem Sport zeigt die ATG immer ein Herz für ein ausgeprägtes Miteinander, hier schaut man stets über den sportlichen Tellerrand hinaus. Besonders stehen soziale Aspekte im Fokus. Die Lebenshilfe, seit jeher enger Partner der ATG bei allen Veranstaltungen, durfte sich über einen Scheck in Höhe von 4000 Euro als Erlös aus dem Winterlauf 2017 freuen. Die Summe setzt sich aus verschiedenen Summanden zusammen. Ein Euro je Winterläufer ist obligatorisch, hinzu kommen die Spenden der Läufer am Veranstaltungstag und eine Spende der ATG, um eine runde Summe auf den Scheck schreiben zu können.

Erstmalig präsentierten sich am Chorusberg gestern neben der Lebenshilfe die Firma Cambio und die Stiftung des Hospizes am Iterbach. „Wir möchten Unternehmen und Organisationen, deren Arbeit wir unterstützen und befürworten, die Gelegenheit geben, auf sich aufmerksam zu machen und Hemmschwellen abzubauen“, so Drießen. Es ist für ihn kein Widerspruch, sich bei einer Sportveranstaltung über den Tod zu unterhalten oder für ein Umdenken in Sachen Verkehrsstruktur zu werben. Auch solche Aktionen gehören sicherlich zur guten Atmosphäre, von der nicht nur Holstein begeistert war.

Janine Bayartz ist auch Teil der Veranstaltung, sie heizte vor jedem Lauf die Athleten mit einem Aufwärmprogramm vor. Drießen turnte derweil an allen Enden des Platzes herum, das Mikro immer im Anschlag, um letzte Anweisungen und Informationen durchs Stadion zu schicken. Die Cheerleader der Footballer der Aachen Vampires sorgten am Rand des Zielraumes für ein entsprechend fröhliches Starten und Ankommen. Und die jeweiligen Startschüsse sind seit vielen Jahren untrennbar mit dem Namen Hubert Stenten verbunden.

Wenn das ATG-Urgestein das Sig­nal gibt, rennen in der Regel einige hundert Menschen los. So war es natürlich auch diesmal, zu den verschiedenen Läufen hatten sich wieder 750 Sportler eingefunden, ausverkauft! Die, die dabei waren, haben nun einen kleinen Bonus, ist ihnen doch die Startnummer für den ATG-Winterlauf am 16. Dezember sicher. Dann werden viele der Aktiven von gestern wieder am Chorusberg sein, verschwitzt, nass, erschöpft, aber glücklich, es wieder geschafft zu haben. Erika Holstein wird dann auch wieder da sein, und vielleicht erzählt sie wieder von den Streckenposten, die einen anfeuern und von einer tollen Atmosphäre und einer noch besseren Organisation.