Horbach: Die Sänger können auch meisterlich feiern

Horbach : Die Sänger können auch meisterlich feiern

„So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde bereits im Bus auf der Heimfahrt aus Arnsberg Richtung Horbach geschmettert, denn die „Meistersinger“ landeten einen weiteren großen Erfolg. Zum zwölften Mal errangen sie den Titel „Meisterchor im Chorverband NRW“, scheinen diesen schon abonniert zu haben.

„We are the Champs“ lautete die Parole, die Vorsitzender Leo Pontzen, Geschäftsführer Theo Brauers und Chordirektor Ando Gouders zuvor schon ausgegeben hatten.

Samstags noch in Arnsberg bei der Pflicht, sonntags in Horbach bei der glänzenden Kür: Der großen Meisterfeier im Saal Bosten, verbunden mit einem musikalischen Frühschoppen, mitgestaltet von der New Orleans Jazzband Aachen und natürlich dem frischgebackenen „zwölffachen Meisterchor“.

Ausgelassene Stimmung im großen Sternensaal, der nun um einen neuen, „meisterlichen“ erweitert wurde. Der zwölfte Titel nach 1961, 1966, 1971, 1976, 1981, 1986, 1992, 1997, 2002, 2007, 2012 und dieses Jahr sei ein ganz wichtiger, sagte Vorsitzender Pontzen. Alle hätten ihr Bestes gegeben, seien bis an die Grenze der Belastbarkeit gegangen, hätten eine harte Probenarbeit in Kauf genommen. Der Lohn: dreimal „Sehr gut“, einmal „Gut.“ Pontzen lobte die Individualisten, die gezielt für „ihren“ Chor leben.

Geschäftsführer Brauers erinnerte an den Tag im Kulturzentrum Arnsberg-Neheim. Die Horbacher waren mit 68 Sängern das stärkste Ensemble, sie hatten zudem auch die weiteste Anreise ins Sauerland. Am Samstag gingen 17 Chöre, am Sonntag 20 an den Start, um die Jagd auf die Meistertitel aufzunehmen.

Riesenjubel am Abend bei der Verkündung: „Bestanden!“ Man habe sich in den Armen gelegen, ein paar Freudentränen seien nicht zu übersehen gewesen. Erleichtert wurde die Rückreise mit zwei Bussen mit 120 Personen, darunter die Frauen und auch Fans, die ihren Chor, der in der „ersten Liga“ angesiedelt ist, angetreten.

Bei der Party dominierten Musik und Gesang. Die „New Orleans Jazzband Aachen“ fetzte mächtig, jeder Solist ein Könner für sich, der Beifall brauste nach jedem Stück auf. Da wollten die Sänger des St.-Mariengesangvereins nicht nachstehen, mit drei Liedern erfreuten sie die zahlreichen Besucher, so am Schluss mit dem „Fliegermarsch“, bei dem kräftig mitgemacht wurde.

Leo Pontzen präsentierte stolz die Urkunde, das meisterliche Dokument, das man für eine hervorragende Leistung bekommen habe. Die Sänger-Damen wollten da nicht nachstehen, die machten ihren Herren ein ausgiebiges Frühstück zum Geschenk.

Aber auch ein wenig Wehmut mischte sich in den freudigen Vormittag, der langjährige Vorsitzende Helmut Plum nahm Abschied aus Horbach, er zieht nach Oberhausen. Seine Jungs gaben ihm ein dickes „Dankeschön“ mit auf den Weg in die neue Heimat. „Ich verlasse diesen Chor nur ungern“, sagte Plum sichtlich gerührt. Er habe in Oberhausen einen neuen Chor gefunden, aber „der reiche bei weitem nicht an die Qualität der Meistersinger heran.“ Plum versprach, bei den Konzerten dabei zu sein und weiterhin Fördermitglied bleiben zu wollen.

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