Aachen: Die RWTH baut wieder Hörsäle auf Zeit

Aachen : Die RWTH baut wieder Hörsäle auf Zeit

Am Republikplatz haben die Montagearbeiten für ein neues temporäres Hörsaalgebäude der RWTH Aachen begonnen. Auf dem Gelände des alten Westbahnhofes, auf dem schon während des Baus des Hörsaalzentrums C.A.R.L., der sich mehrfach verzögert hatte, ein solcher temporärer Hörsaalbau Engpässe auffangen musste, wird nun ein 55 mal 25 Meter großes Gebäude errichtet, in dem zwei Hörsäle mit rund 500 Plätzen eingerichtet werden.

Das teilte die Hochschule am Dienstag mit. „Wir kompensieren einen Mehrbedarf an großen Vorlesungssälen, der unbedingt aufgefangen werden muss“, erklärt Gabriele Golubowitsch, Leiterin des Dezernats Facility Management der RWTH.

Der Interimsbau solle bereits im Juni in Betrieb genommen werden und wird dann für rund zwei Jahre Vorlesungen beherbergen sowie in der vorlesungsfreien Zeit als Lernraum und Klausurort dienen. Er werde mit moderner Medientechnik, Lärmschutz zu den Bahngleisen, Heizung/Belüftung und sanitären Anlagen den Anforderungen entsprechend ausgerüstet.

Gleichzeitig vorangetrieben werden nach Mitteilung der Hochschule gemeinsam mit dem zuständigen Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW die Planungen für die Sanierung des Kármán-Auditoriums, des Audimax und des Hauptgebäudes.

Ein entsprechender Zeitplan werde gerade erarbeitet. Klar sei aber: alle Gebäude müssen dringend saniert werden und auch das Kármán-Auditorium bleibt vorerst als Hörsaalkomplex für die Hochschule unverzichtbar. „Der Bedarf bleibt hoch, das ist allen Beteiligten mittlerweile bewusst“, sagt Golubowitsch. Denn in den vergangenen 15 Jahren sei die Zahl der Studierenden von rund 30.000 auf mittlerweile mehr als 45.000 gestiegen.

Die RWTH verschafft sich nach Mittelung der Hochschule mit diesem Gebäude dringend erforderliche Planungssicherheit bei der Belegungsplanung für das kommende Wintersemester, da es keine Ausweichflächen gebe. Ohne diese Erweiterung des Raumangebotes seien Engpässe wie im vergangenen Wintersemester, als das Audimax kurzzeitig wegen Problemen mit der Heizungsanlage nur eingeschränkt genutzt werden konnte, kaum mehr zu kompensieren.

Das nun entstehende Hörsaalgebäude am Republikplatz schaffe die Voraussetzung, um die anstehenden Instandhaltungsarbeiten im Audimax ohne Einschränkungen realisieren zu können.