Aachen: Die Radermachers dominieren in Laurensberg

Aachen : Die Radermachers dominieren in Laurensberg

Ein scharfes Auge, eine ruhige Hand und Zielgenauigkeit: Schon beim Bürgerkönigsschießen der befreundeten St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Richterich konnte Dirk Radermacher seine Schießfertigkeiten unter Beweis stellen — quasi als Generalprobe.

Denn nun darf sich der Richtericher Bürgerkönig auch Schützenkönig seines Heimatvereins, der St.-Laurentius-Schützenbruderschaft Laurensberg, nennen.

Am vergangenen Wochenende leistete sich Radermacher gegen vier Mitstreiter trotz Gewitterschauer einen spannenden Wettkampf. Schließlich zielte er mit dem 233. Schuss direkt auf den Hals des Holztieres.

Mit großem Erfolg, denn der Vogel teilte sich und fiel. Die lauten Jubelschreie hallten über die gesamte Schützenwiese. Doch seine Ehefrau und frischgebackene Königin der Schützenbruderschaft, Sonja Radermacher, bediente hinter der Theke die Gäste seelenruhig weiter. „Irgendwann begrüßte mich eine Schützenschwester mit ‚Hallo, Frau Königin‘. Erst in diesem Moment realisierte ich, dass mein Mann es geschafft hatte“, berichtete Königin Sonja später.

Erst wenige Stunden konnte zuvor konnte ihr zwölfjähriger Sohn Lukas Radermacher mit dem 364. Schuss als Schülerprinz ermittelt werden. Eine Schützenfamilie voller Herzblut, denn Lukas trat in diesem Wettkampf gegen seinen Zwillingsbruder Tobias und seinen älteren Bruder — dem amtierenden Stadtprinzen — Fabian an.

Obwohl Dirk Radermacher bereits in den Jahren 1997, 2003 und 2014 sich als König der St.-Laurentius-Schützenbruderschaft sowie darüber hinaus 1997 als Bezirkskönig und 2003 als Stadtkönig feiern lassen konnte, gelang es ihm noch nicht, zeitgleich mit einem seiner Söhne einen Titel zu erlangen.

Und auch bei den kommenden Wettkämpfen um die Bezirkskönigs- und Stadtkönigswürde wird Radermacher sicherlich wieder ein ernstzunehmender Konkurrent sein.

Im Rahmen des Schützenfestes wurden außerdem der Pokal der Karnevalisten, den sich Michael Fischer sicherte, der Pokal der Vereinigungen, der an die Königlichen Rochusschützen Hauset ging, sowie der Feuervogel der Feuerwehr, den Joachim Bohren von der Stange holte, ausgeschossen.

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