Aachen: Die Lothringerstraße wird zur Kulturmeile

Aachen : Die Lothringerstraße wird zur Kulturmeile

„Die Lothringerstraße birgt eine Vielfalt an kreativem Potential“, meint ein Zusammenschluss von Ladenbesitzern, Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden sowie Anwohnern. Mit einem Straßenfestival wollen sie am Samstag, 13. Juli, zeigen, was in der Straße und seinen Bewohnern steckt.

Unter dem Motto „Lothringair — Eine Straße macht Kultur“ verwandeln sich 20 Ladenlokale, Büros, Ateliers und die Straße selbst von 14 bis 22 Uhr in kleine und große Bühnen, auf denen rund 70 Künstler aktiv werden. Geplant sind Tanzperformances im Parkhaus, Bilder im Bettengeschäft, Märchen im Reisebüro, Graffiti-Aktionen am Schulzaun und vieles mehr.

„Wir wollten uns mit unserem Straßenfest von den herkömmlichen Angeboten abheben“, sagt Benedict Offermanns als einer der Organisatoren. Kultur soll an oberster Stelle stehen, und mit der Teilnahme von Künstlern der Compagnie Irene K. und des Do-Theatre oder Musikern wie Renzo Vitale und der Blödelgruppe „Heinz im Sinn & the Geteiltdurchs“ soll das Straßenfestival zu einem richtigen Kulturevent werden.

Kunstausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen und Märchenerzähler runden das Programm ab. Auch für die Kinder wird es ein vielfältiges Angebot mit Lesungen und Workshops geben.Daneben soll ein kulinarisches Angebot, das auf den Tag abgestimmt ist, zum Verweilen einladen. Das ausführliche Programmheft soll Ende Juni erscheinen, Infos gibt es zudem auch im Internet unter www.lothringair.de.

„Wir möchten mit dem Festival die freie Kulturszene in Aachen bereichern und neue Impulse in der Stadt setzen“, sagen die Organisatoren. Sie freuen sich, dass die Künstler ohne Gage auftreten, denn sonst sei ein solches Ereignis gar nicht zu stemmen. Vielen biete das Festival vielleicht aber auch die geeignete Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen.

Neben den vielen Ladenlokalen, die zu Ausstellungsräumen und Vorführungssälen werden, gibt es eine Studiobühne im Parkhaus und eine Hauptbühne am Dreiecksplatz zwischen Alfons- und Friedrichstraße. Dort spielen über den Tag verteilt der Trommler Pascal D. Salimou, Puddinghaut, das Schlagsaiten-Quartett, die Band Lavender, Susi goes 18 und Elektro Willi und Sohn.

Mit eingebunden in das Programm sind auch das Kloster und die Schule. Um die Organisation zu bewerkstelligen, hat sich ein Verein gegründet, dessen Mitglieder sich regelmäßig treffen und Ideen austauschen.

Bei den Nachbarn kämen die Pläne sehr gut an, meinen die Organisatoren. Die Stimmung sei gut, und die Veranstalter hoffen zudem auf die Zusage der Stadt, die Straße am Tag des Festivals für den Autoverkehr zu sperren. Denn dann soll sie ganz in der Hand von Künstlern und Zuschauern sein.