Aachen: Die Burg ist im Viertel als Kulturzentrum etabliert

Aachen : Die Burg ist im Viertel als Kulturzentrum etabliert

„Kultur und Begegnung“ hat sich der Verein Frankenbuerger auf die Fahne geschrieben. Mit dem dritten Jahresprogramm seit der Gründung ist nun ein kultureller Reigen gelungen, der Bewährtes und Neues bietet.

Bis zu 3000 Besucher strömen jedes Jahr in die Veranstaltungen — hinzu kommen die Personen, die auf der Burg Hochzeiten feiern, Seminare besuchen oder im Sommer auf der Burgbühne die Open-Air-Veranstaltungen des Das-Da-Theaters erleben.

Bei rund 40 Veranstaltungen im Jahr geht es auf der Burg Frankenberg hoch her. „Wir haben es in den vergangenen Jahren geschafft, die Burg als Bürger- und Kulturzentrum im Frankenberger Viertel zu etablieren. Bis Mai gibt es wieder eine bunte Mischung aus Information, Jazz, Philosophie, Kinderprogramm und Open-Air-Events“, kündigt Inge Klusemann, Chefin der Gruppe Kunst und Kultur des Vereins Frankenbuerger, an.

Schon am Donnerstag, 22. Februar, erwartet das Publikum ab 19 Uhr eine spannende Autorenlesung: Auf der Burg selbst ist ein Mord geschehen, den Autorin Renata A. Thiele in ihrem dritten Kriminalroman „Das Vermächtnis. Alte Liebe — Frische Spur“ minuziös beschreibt. Die Veranstaltungsreihe „jazz+“ startet einen Tag später, am Freitag, 23. Februar, mit dem ersten Doppelkonzert des Jahres. Das Marlies Debacker Trio und Deep Talk sind dabei. Weitere Jazz-Konzerte gibt es am 23. März sowie am 27. April.

Von Rap bis Blues

Neu ist Livemusik unter dem Motto „Frauenpower“: Dietlind Klein, Andrea Porten und Rapperin Scapsis treten am Freitag, 16. März, ab 20 Uhr als Musikerinnen aus drei Generationen auf die Burgbühne. Von Rap über Singer-Songwriting bis zum Blues ist alles dabei. Dietlind Klein hat die 70 bereits überschritten. Aufgewachsen im Ruhrgebiet lebt die Liedermacherin heute nicht weit entfernt von der Burg in Burtscheid. Andrea Porten aus Eschweiler vertritt die mittlere Generation, sie ist in Aachen bekannt aus der Formation „Blues delivery“, mit der sie Erfolge feierte. Die deutsch-griechische Rapperin Scapsis alias Sofia Eleftheriadou ist 25 Jahre jung und lebt in Aachen.

Wichtig ist dem Verein, die Bürger aus dem Frankenberger Viertel über aktuelle Entwicklungen vor Ort zu informieren und sie in Diskussionen und Entscheidungsfindungen einzubinden. „Aus dieser Form der Bürgerbeteiligung hat sich der Verein ursprünglich gegründet“, erklärt Klusemann. Am Donnerstag, 22. März, geht es ab 18 Uhr in der Reihe „Aktuelles in der Burg“ um Elektromobilität. Vertreter verschiedener Städte, auch aus den Niederlanden, berichten über ihre Erfahrungen. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung per E-Mail an info@frankenbuerger.de wird gebeten. „Beim letzten Vortrag in der Reihe hatten wir mehr als 80 interessierte Bürger da. Die Menschen aus dem Viertel sind erfreulicherweise sehr aktiv“, betont Klusemann.

Spanische Klassik mit Weinprobe am 3. März und Theater für Kinder mit dem Figurentheater Rosenfisch am 4. März und 22. April sind weitere Programmpunkte. Am 29. April gibt es erstmals Kabarett auf der Burg: „Satire, Jazz & alles zusammen“ unter anderem mit Wendelin Haverkamp. Vom 11. bis 13. Mai findet der Kunsthandwerkermarkt auf der Burg statt.

Mehr von Aachener Nachrichten