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Transfusionsmedizin: Die Blutspende kehrt ans Klinikum zurück

Transfusionsmedizin : Die Blutspende kehrt ans Klinikum zurück

Zur Blutentnahme nun doch wieder nach Melaten: Ein erneuter Umzug des Blutspendedienstes ist aus Platzgründen notwendig. Die Chefin der Transfusionsmedizin zieht ein positives Fazit nach der außergewöhnlichen Zeit im Super C.

Der Blutspendedienst des Aachener Universitätsklinikums (UKA) nimmt am Montag keine Spende entgegen. Nicht etwa, weil kein Blut mehr benötigt wird. Ganz im Gegenteil. Nein, der Dienst zieht wieder um – es geht zurück an die Uniklinik. Mehrere Wochen lang hatten Dr. Gabriele Hutschenreuter, Chefin der Transfusionsmedizin am UKA, das Blut der Spender im Super C am Templergraben abgenommen. Aus Platzgründen geht das jetzt nicht mehr.

„Im Super C wurden in der Zeit vom 30. März bis Ende vergangener Woche knapp 3200 Spenden geleistet“, berichtet Gabriele Hutschenreuter auf Anfrage unserer Redaktion. Das ist deshalb erfreulich, weil im UKA und den anderen Krankenhäusern in der Region 150 Blutprodukte täglich gebraucht werden, Tendenz steigend. Aufgrund der Coronavirus-Krise hatte die Klinik anfangs Sorge, dass viele Menschen sich nicht zur Spende trauen würden aus Angst, sich zu infizieren.

In der Tat war die Zahl der Spender in den ersten Wochen der Pandemie tatsächlich eingebrochen, hat sich jedoch wieder einigermaßen erholt. „Sowohl mein Team als auch die Spenderinnen und Spender waren vom Super C sehr angetan, das Feedback zu den Räumlichkeiten und zur Organisation war ausgesprochen gut“, fährt sie fort.

Auch die Medizinerin selbst zieht ein durchweg positives Fazit nach der durchaus ungewohnten Situation für alle Beteiligten: „Die Spenderinnen und Spender sind sehr verständnisvoll und geduldig gewesen. Alle haben für den guten Zweck an einem gemeinsamen Strang gezogen und die Einschränkungen und längeren Anfahrtswege in Kauf genommen“, sagt die Ärztin. Viele der Stammspender konnten ja nicht zu ihren üblichen Spendeorten gehen, da an den Außenstandorten wegen der Corona-Krise aktuell keine Termine stattfinden.

„Hier habe ich wieder feststellen dürfen: Auf unsere Blutspenderinnen und Blutspender ist Verlass, dafür danke ich ganz herzlich!“ Das sei auch deshalb nicht selbstverständlich, weil der Blutspendedienst in den vergangenen Wochen gleich mehrfach umziehen musste. So war die zentrale Blutabnahme zunächst in der Couvenhalle untergebracht, weil in den Krankenhäusern die Infektionsgefahr zu groß geworden sei.

Als man dann aber feststellte, dass auch diese Halle bei Einhaltung der Corona-Schutzverordnung zu klein wurde, zog man kurzerhand ins Super C. Der Dank gelte darum auch dem Rektor der RWTH Aachen, dem AStA und dem Team des Blutspendedienstes. So habe RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger sehr kurzfristig und unkompliziert seine Unterstützung angeboten. „Freundlicherweise durften wir sogar noch länger im Super C bleiben als ursprünglich geplant“, verrät Gabriele Hutschenreuter.

Spontane Hilfe der Studierenden

Den Studierenden vom AStA dankt sie für das vorbildliche Engagement in Krisenzeiten. Die Studis hatten sich reihenweise freiwillig gemeldet, um bei der Organisation der Blutspende in „ihrem“ Super C mitzuhelfen. Hutschenreuter dankt weiterhin „meinem Team, weil es in diesen herausfordernden Zeiten besonders flexibel war. Die gute Zusammenarbeit und der Zusammenhalt aller Beteiligten ist keine Selbstverständlichkeit.“

Die Blutspende des Uniklinikums findet ab morgen, Dienstag, 12. Mai, im Seminarraum im Erdgeschoss des Universitätsklinikums auf Melaten statt. An den Außenstellen Marienhospital in Burtscheid, am Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg und auch in Düren finden zunächst weiter keine Blutspenden statt.

Die Öffnungszeiten des Dienstes sind wie üblich montags, mittwochs und donnerstags von 12.30 bis 19.30 Uhr, dienstags von 11.30 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr. Alle Blutspender sollen bitte beachten, dass in der Uniklinik eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Weitere Informationen gibt es auf der Web­site des UKA.