Aachen: Die Barockfabrik erhält zusätzliche Räume

Aachen: Die Barockfabrik erhält zusätzliche Räume

Die Barockfabrik, Aachens Schaltstelle für die Kinder- und Jugendkultur, wird nach dem Umzug des Stadtarchivs an den Reichsweg zwei weitere Etagen am Löhergraben 22 nutzen können.

Erste Nutzungsvorschläge sehen vor, einen weiteren Aufführungsraum und Werkstatträume in der dritten Etage einzurichten.

Weitere Kursräume - unter anderem auch für die Musikschule - sowie Unterbringungsmöglichkeiten für auswärtige Künstler sind in der vierten Etage geplant.

Letztere würden Übernachtungskosten sparen, zudem wären die Künstler, die meist morgens auftreten, direkt am Auftrittsort.

Die Pläne wurden jetzt im Betriebsausschuss Kultur vorgestellt, wo die Politiker voll des Lobes über die Arbeit in der Barockfabrik sind. „Wir sind glücklich, wie es läuft”, erklärten sie einhellig. Das Angebot der Barockfabrik sei „innovativer und spannender” geworden.

Seit März 2007 hat das kleine Team die Koordination für die „kulturelle Bildung” in der Stadt übernommen. Ziel ist es, Kindergartenkinder und Schüler von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II mit allen Kunstsparten in Berührung zu bringen und ihr Interesse an der Kunst zu wecken. Zum Angebot gehören insbesondere Theateraufführungen, Lesungen, Kurse, Ferienworkshops und Ausstellungen. Zugleich berät die Barockfabrik Schulen bei ihren Planungen zur Offenen Ganztagsschule oder organisiert Projekte wie „Aachen liest”, „Literarischer Sommer” oder zuletzt die Anne-Frank-Gedenkreihe.

Gestemmt wird das alles im wesentlichen von Alexandra Lünskens und einer Auszubildenden. Ein Hausmeister und bestenfalls Praktikanten sorgen noch für Entlastung. Entsprechende Sorgen über die Belastung äußerten die Politiker, insbesondere die Grünen drängen auf eine bessere personelle Ausstattung. Lünskens erklärte, dass es vor allem „bei kleinen Dingen hakt”, womit sie Aufräum- und Putzarbeiten oder auch den Service an der Kasse meint.

Die eigentliche konzeptionelle Arbeit sei hingegen gut zu bewältigen. Sorgen, dass das kulturelle Angebot für Kinder zu kurz kommt, hat Alexandra Lünskens nicht. Im Gegenteil: „Es gibt eher ein Überangebot, wir dürfen das kleine Publikum auch nicht überschütten.”

Mehr von Aachener Nachrichten