Aachen: „Die 13 Gezeichneten“: Eintauchen in die geheimnisvolle Welt von Sygna

Aachen : „Die 13 Gezeichneten“: Eintauchen in die geheimnisvolle Welt von Sygna

Mit ihren Büchern „Die zerbrochene Puppe“ und „Die verlorene Puppe“ schaffte es das Schriftstellerpaar Judith und Christian Vogt aus Aachen zahlreiche Leser des Fantasygenres zu begeistern.

„Die zerbrochenen Puppe“ wurde mit dem Deutschen Fantastik Preis für den besten deutschsprachigen Roman ausgezeichnet, „Die verlorene Puppe“ schaffte es auf die Longlist für den Fantasybuch-Preis „Seraph“, der anlässlich der Leipziger Buchmesse verliehen wird. Nun legt das Autorenteam mit seinem mittlerweile fünften Roman ein neues Werk vor, eines, das anders als die beiden genannten nicht in einer eiszeitlichen Steampunkwelt, also einem technisierten 19. Jahrhundert, spielt, sondern sich die französische Revolution als zeitliches Vorbild gewählt hat.

Die „heimliche Protagonistin“ des Romans „Die 13 Gezeichneten“, so Judith Vogt, ist die Stadt Sygna, die Stadt des Handwerks und der magischen Zeichen. Um sich Meister zu nennen, muss ein Handwerker mindestens eines der magischen Zeichen beherrschen, die seiner Profession zugehörig sind. Diese Zeichen statten hergestellte Gegenstände, aber auch immaterielles, wie Gedichte, mit besonderen Fähgikeiten aus: Kleidung, die nicht schmutzig wird oder Besen, die von selber fegen.

Den Handwerkern ist es untersagt, die Stadt zu verlassen, will die Stadt ihr Wissen doch für sich bewahren. Zu Beginn des Romans ist die Stadt durch die Truppen des aquinzischen Kaisers Yulian besetzt, die ihrerseits hinter das Geheimnis der Handwerkskunst Sygnas kommen wollen. Ein bisschen haben sich die Autoren dabei an der Besetzung des Rheinlandes durch Napoleon bedient.

„Die Besatzer sind nicht unbedingt die Bösen“, so die Autoren, denn sie verkörpern auch all das, was es in Sygna nicht gibt: Freiheit, Selbstbestimmung und die Loslösung von alten Traditionen zugunsten einer gewissen Form von Gleichberechtigung. Doch gleichzeitig suchen die Besatzer nach den verschollenen Urzeichen, die in der mysteriösen „verkehrten Stadt“ zu finden sein sollen. Einige Rebellengruppen machen sich ebenfalls auf, diese Zeichen zu finden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Wer einen Blick auf die Karte Sygnas im Einband des Buches wirft, der mag vielleicht ein paar Ähnlichkeiten zu Monschau erkennen, jener niedlichen Stadt in der Eifel. Sygna ist sicherlich ein bisschen größer — aber die Parallelen sind unverkennbar.

Das Buch richtet sich an Erwachsene, ist aber auch für Jugendliche ab 15 Jahre geeignet. Wer das Autorenteam näher kennenlernen will, hat dazu am Samstag, 3. März, die Gelegenheit. In der Buchhandlung „Das Buch“ in Eilendorf lesen sie ab 13.30 Uhr ausgewählte Stellen vor. Tickets zum Preis von fünf Euro sind in der Buchhandlung „Das Buch“, Von-Coels-Straße 52, unter Telefon 0241/5590880 oder per E-Mail an dasbuchineilendorf@t-online.de erhältlich.

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