Aachen: DFB zeichnet Aachener Parzival-Schule aus

Aachen: DFB zeichnet Aachener Parzival-Schule aus

„Wo fängt eine Behinderung an? Wenn ich keine Brille trage und deshalb nicht richtig sehen kann, bin ich dann behindert?” So versucht der Geschäftsführer der DFB-Stiftung Egidius Braun, Wolfgang Watzke, den schwierigen Aspekt dieser Frage zu thematisieren.

Wer zieht die Grenze zwischen behinderten und gesunden Kindern? Wolfgang Watzke kann und will den Begriff der Behinderung nicht benutzen. Denn die Unterschiede sind gar nicht so gravierend.

„Kinder, die am Downsydrom leiden, kommen im Alter von 13 oder 14 Jahren genauso in die Pubertät wie ihre ânormalenÔ Altersgenossen. Sie haben die gleichen Gefühleund Wünsche”, erklärt Lisa Geuer. Sie ist Lehrerin an der Parzival-Schule, die nun uim Rahmen der Kampagne „Kinderträume 2011” des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet worden ist. Die Förderschule an der Aachener-und-Münchener-Allee erhält diese Auszeichnung für ihre Arbeit zum Wohle von Kindern und Jugendlichen. So überreichten Wolfgang Watzke und Karl-Heinz Witt, Vizepräsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein, der ausgewählten Schule 3000 Euro.

Hinzu kommen eine ganze Reihe von Sachleistungen, wie etwa Fußball-WM-Bälle von 2010 oder ein Satz mit Trikots. Das Geld sei für Dinge, die sich die Schule sonst nicht leisten könne, sagte Watzke. Damit hat er den wunden Kern der Schule getroffen, denn zehn Prozent der Betriebskosten muss die Schule als private Einrichtung selbst tragen.

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