Aachen: DFB-Mobil zu Besuch: Nachwuchskicker treten in Schwarz-Rot-Gold an

Aachen: DFB-Mobil zu Besuch: Nachwuchskicker treten in Schwarz-Rot-Gold an

Die Vorfreude war groß bei den Kindern an der Offenen Ganztagsschule (OGS) Forster Linde: Das Mobil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte seinen Besuch angekündigt, und passend für das Demotraining hatten sich die Nachwuchskicker mit Deutschlandtrikots und anderen Accessoires ausstaffiert.

Philip Herbig und Barbara Schwinn sind die beiden Fußballexperten vom DFB Mittelrhein, die Schulen und Vereine besuchen, um für Fußball zu werben. 23 Kinder machten bei dem einstündigen Training mit — darunter auch zwei Mädchen.

OGS-Koordinator Bastian Mölders, der sich gemeinsam mit Daniela Pfeiffer um die Nachmittagsbetreuung kümmert, hatte die Idee zu diesem besonderen Angebot. Einmal pro Woche bietet er im Rahmen der OGS für die Erst- und Zweitklässler den Kurs „Fußballzwerge“ an sowie für die Kinder der dritten und vierten Klassen den „Fußball-Treff“.

„Bei einer Fortbildung am Tivoli habe ich erstmalig das DFB-Mobil gesehen und den Kontakt hergestellt“, erklärt Mölders, der momentan eine Ausbildung für die Trainer-Lizenz C macht und bei DJK Rasensport in Brand die F-Jugend trainiert.

„Es ist schon eine Herausforderung, die Kinder aus allen vier Klassen heute gleichzeitig zu trainieren. Da hat man keine homogene Altersgruppe wie im Verein und auch Vorerfahrung und Talent variieren“, betont Mölders, der in der OGS. Der Zuspruch unter den von ihm betreuten 138 Kindern für die Fußballangebote sei groß.

Übungen mit und ohne Ball und zunächst spielerisches Aufwärmen standen auf dem Programm. Schnell waren alle engagiert bei der Sache. Nach der Erledigung der Hausaufgaben ist der Bewegungsdrang der Kinder besonders groß. Herbig und Schwinn hatten vier kleine Stadien aufgebaut: Die „Roten“ spielen in der Allianz-Arena, die „Gelben“ - natürlich - für Alemannia.

„Es geht nicht nur um Fußball, sondern um gesunde Bewegung“, betont Herbig. Das verbreitete Klischee, das Mädchen eher schwer für Fußball zu begeistern sind, kann der Trainer nicht bestätigen. Fußball habe in den Schulen leider nicht mehr den Stellenwert wie früher. „Wir wollen zeigen, dass Fußball Spaß macht und entgegen der heutigen Meinung keine übergroße Verletzungsgefahr birgt. Fußball wieder mehr in den Schulsport zu integrieren, hat viele Vorteile“, sagt Schwinn.

Die Kinder für den Beitritt in Vereine zu motivieren und die Teilnahme an Turnieren und Stadtmeisterschaften, sei ein weiterer Wunsch. „Mädchen und Jungen lernen beim Kicken soziales Verhalten, tun etwas für ihre Gesundheit, schulen nebenbei Orientierung und Koordination“, erklärt Schwinn.

Bei einer anschließenden Präsentation vermittelten die beiden Experten den Lehrern wie man Kinder für Bewegung begeistern kann, zum Beispiel auch zu kleinen sportlichen Betätigungen in der Pause.