Deutscher Gründerpreis: Schüler zeigen großen Innovationsgeist

Deutscher Gründerpreis für Schüler: Planspiel mit Anspruch auf Realisierung

Am Anfang eines erfolgreichen Unternehmens steht eine gute Idee. Welche Ideen Schülerinnen und Schüler aus der Städteregion auf Lager haben, zeigt der Deutsche Gründerpreis für Schüler, das bundesweit größte Planspiel für Schüler.

Innerhalb von vier Monaten entwickeln Schülerteams eine Idee, ein Unternehmenskonzept, betreiben Marktforschung und entwickeln eine Marketingstrategie. Rund 4.000 Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen Jahr für Jahr am Wettbewerb teil und so manches Konzept könnte durchaus am Markt bestehen.

Strategisches Denken, Aufgaben fristgerecht bearbeiten, im Team arbeiten können sind Fähigkeiten, die im Wettbewerb gefragt sind, aber auch für das spätere Leben wichtig sind. Auch für 15 Schülerteams aus der Städteregion Aachen wird es ernst. In einer Kick-off-Veranstaltung im Forum S der Aachener Sparkasse konnten sie ihre Ideen erstmals einem größeren Publikum vorstellen.

Helm inklusive Navi

Die Palette reichte dabei von Smart Technology, beispielsweise bei Motorradhelmen mit integriertem Navi, einer Kartenidentifizierung für Autos oder einem Online-Lifecoach, der von Problemen in der Schule bis hin zur Steuererklärung ein Netzwerk an Experten anbietet.

Medizintechnologie hatte das Schülerteam des Gymnasiums Herzogenrath im Angebot, das ein Messgerät zur objektiven Messung des Schmerzes bei Patienten entwickelt hat und so eine bessere Schmerztherapie ermöglichen will. Das Team Ökoplast möchte mit der Herstellung von Plastik auf Polymilchsäurebasis eine Marktlücke füllen. Teams des bischöflichen Pius-Gymnasiums und des Couven-Gymnasiums Aachen, der Gymnasien in Baesweiler und Herzogenrath, des Goethe-Gymnasiums Stolberg und des Heilig-Geist-Gymnasiums Würselen sind in diesem Jahr mit von der Partie.

In Workshops fit

Drei bis sechs Schüler umfasst jedes Team, das von einem Lehrer und von einem Paten während des Wettbewerbs betreut wird. Außerdem stehen den Teams auch Ansprechpartner der Sparkasse und aus der Gründerregion Aachen zur Seite, die die Schüler unter anderem mit Workshops fit für ihre Aufgabe machen. Im Juni beginnt die Bewertungsphase. Am 12. Juni werden dann zunächst die zehn besten Teams in der Region gekürt. Darauf folgen die besten Teams des Rheinlands und die Sieger im bundesweiten Wettbewerb, die in Hamburg ausgezeichnet werden.

Geld- und Sachpreise warten auf die Sieger, vor allem aber ein Platz im begehrten Future Camp, das Workshops, Trainings und Gespräche zur weiteren beruflichen und persönlichen Entwicklung beinhaltet.

Erst einmal das Abitur

So weit gekommen ist der Sieger aus dem Vorjahr, das Team VR Globe vom Pius-Gymnasium. Die vier hatten sich einen begehbaren Globus für die Nutzung einer VR-Brille ausgedacht, um so die unbegrenzte Nutzung der Virtual Reality möglich zu machen. Mit der Idee schafften sie es bis auf Platz sechs im Bundeswettbewerb. Aus ihrer Idee ließe sich auch durchaus etwas machen. Doch erst einmal steht das Abitur im Vordergrund.

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