Aachen: „Der Zuhörer ist ganz nah dran an den Autoren“ im alten Kurhaus

Aachen : „Der Zuhörer ist ganz nah dran an den Autoren“ im alten Kurhaus

Unter dem Motto „Romantik pur“ beginnt am Sonntag, 1. Juli, um 11 Uhr das zweite Halbjahr im Alten Kurhaus mit einer Matinee des Aachener Kammerorchesters im Ballsaal. „Das Alte Kurhaus besteht aus dem Ballsaal mit seinem prachtvollen Ambiente und der Klangbrücke mit ihrer publikumsnahen Bühne“, erklärt Irit Tirtey, kaufmännische Geschäftsführerin des städtischen Kulturbetriebs.

Sie präsentierte jetzt gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen Veranstalter im Alten Kurhaus den Spielplan für das zweite Halbjahr 2018. „Im Ballsaal haben wir neben großen Events rund 60 Prozent Vermietungen für private Feierlichkeiten und Firmenkunden. In der Klangbrücke gibt es zu 100 Prozent Kultur“, erläuterte Tirtey.

Die Schauspieler Ulrich Tukur (links) und Harald Krassnitzer sind im Winter zu Gast in Aachen. Tukur wird im Ballsaal lesen, Krassnitzer präsentiert Wiener Geschichten zum Nachdenken. Foto: dpa

Zuletzt konnten einige neue Veranstaltungsformate erfolgreich etabliert werden. In der Reihe „Klassik Lounge“ bringen Musiker des Theaters Aachen am Freitag, 6. Juli, um 20 Uhr im Ballsaal in zwangloser Atmosphäre „Nachtstücke“ unter anderem von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör.

Fiebern dem neuen Programm entgegen: Susanne Güntner, Sabine Will und Birgit Baum (v. l.). Foto: Harald Krömer

„Für Lesungen im intimen Rahmen eignet sich die Klangbrücke perfekt. Der Zuhörer ist ganz nah dran an den Autoren“, meint Susanne Güntner vom Veranstaltungsmanagement im Kulturbetrieb der Stadt Aachen. Für den 19. Literarischen Sommer bieten die Räumlichkeiten den passenden intimen Rahmen. Am Freitag, 13. Juli, wird Autor Klaus Modick mit seinem Buch „Keyserlings Geheimnis“ über Liebe und Verrat sicher für ein volles Haus sorgen.

Das Aachener Phosphor-Theater, das seit 2017 der Klangbrücke verbunden ist, spielt am 27. und 28. Juli noch einmal das Stück „Entweder ... oder?“.

Mit der Barockoper „Dardanus“ bieten Ars Cantandi und Camerata Aquensis, Chor und Orchester der Musikschule Aachen, am Sonntag, 16. September, ab 17 Uhr Musikgenuss bei freiem Eintritt.

Zupfmusik aus vier Jahrzehnten

Ab Donnerstag, 27. September, veranstaltet die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen im Jahr ihres 30-jährigen Bestehens das „In Front Festival“. Am Donnerstag, 4. Oktober, gibt es im Ballsaal einen Beitrag zu den 8. Aachener Krimitagen. Das LandesZupf-Orchester NRW feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen und gibt am Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr im Ballsaal ein Konzert unter dem Titel „fidium concentus“ mit virtuoser Zupfmusik aus vier Jahrzehnten — unter anderem südamerikanische Rhythmen. Mitsing-Veranstaltungen sind ein beliebter Trend, und am Freitag, 16. November, bittet Frau Höpker einmal mehr zum Gesang im Ballsaal.

Der Kulturbetrieb selbst veranstaltet im Winter zwei besondere Höhepunkte in der beliebten Reihe „Wort trifft Musik“. Mit Ulrich Tukur ist am Samstag, 17. November, um 20 Uhr ein charismatischer, preisgekrönter Schauspieler zu Gast im Ballsaal. Musikalisch begleitet vom Pianisten Sebastian Knauer rezitiert er Texte rund um die Geschichte von „Moby Dick“ und dem einzigen Überlebenden eines Walfänger-Schiffes, dem Matrosen Ishmael. „Schon lange war es unser Wunschtraum, Ulrich Tukur in dieser Veranstaltungsreihe begrüßen zu dürfen. Es wird ein außergewöhnlicher Abend“, meint Irit Tirtey.

Ein weiterer prominenter Gast in der Reihe ist am Sonntag, 16. Dezember, in einer Nachmittagsveranstaltung um 16 Uhr Harald Krassnitzer mit der „Wiener Melange“. Passend zu seinen vom Ensemble „Bassena-Partie“ begleiteten Wiener Geschichten zum Nachdenken und Schmunzeln gibt es Wiener Kaffeespezialitäten und Gebäck.

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