Aachen: Der Winter ist da und der Schnee bleibt

Aachen: Der Winter ist da und der Schnee bleibt

Für Aachener Verhältnisse war das schon eine tüchtige Ladung, die in der Nacht zum Sonntag niederging. Acht Zentimeter Schnee wurden am Morgen gemessen, die ganze Stadt war unter der weißen Pracht verschwunden, und sie blieb sogar liegen - die zunehmende Kälte sorgte für Bestandsgarantie.

Das Schöne: Weil es keinen Verkehr gab, konnte er auch nicht zusammenbrechen. Polizei und Feuerwehr meldeten jedenfalls keine besonderen Vorkommnisse.

Auch die Busse der Aseag hatten keine Probleme und eilten pünktlich von Haltestelle zu Haltestelle. Sogar an den einschlägig bekannten Steigungen, wo es bei früheren Wintereinbrüchen gerne zum großen Durcheinander kam, blieb alles im grünen Bereich. Allerdings wurden am Sonntag nur Standardbusse eingesetzt, keine Gelenkzüge. Untermehmenssprecherin Corinna Bürgerhausen: „Es gab keine Katastrophen.”

Adolf Freh von der Leitstelle im Polizeipräsidium meldete ebenfalls entspannte Verhältnisse auf Aachens Straßen. Vom Ende des Schneefalls am Morgen bis zum frühen Nachmittag konnte er ganze drei Unfälle notieren, allesamt nur mit Blechschaden - normalere Zahlen sind kaum möglich. Für Freh ein klares Zeichen dafür, „dass die Leute sehr vorsichtig und witterungsangepasst fahren”. Allerdings gab es auch keinen Berufsverkehr, und die ängstlichen Naturen unter den Automobilisten bleiben an solchen Tagen eh lieber zuhause.

Die Feuerwehr und die Rettungsdienste hatten auch nicht mehr zu tun als üblich, abgesehen davon, dass mancher Frühaufsteher beim Versuch, den Bürgersteig oder die Auffahrt zu fegen, auf glattem Untergrund zu Boden ging; alle Stürze gingen jedoch glimpflich vonstatten.

Voll auf ihre Kosten kamen all jene Aachener, die den ersten Sonntag im neuen Jahr zu einem Ausflug in die Natur nutzten. Die Sonne zeigte sich zwar nicht so richtig, aber besonders auf freiem Feld war es ein Vergnügen, durch den Pulverschnee zu laufen. An den bekannten Rodelhängen ging es natürlich vergnügt zur Sache. Und auch an den Aussichtspunkten herrschte großer Zulauf - der Blick übers tief verschneite Aachen ist immer noch ein besonderer. Dieses spezielle Vergnügen könnte noch eine Weile andauern. Nicht weil neuer Schnee zu erwarten wäre, sondern weil der alte liegen bleibt. Vielleicht lange liegen bleibt.

Sieben Grad minus

Der Schnee in der Nacht zum Sonntag war aus Wolken gefallen, die sich vor der Eifel angestaut hatten und bei um die null Grad ihren Inhalt entließen. Danach wurde es kalt und kälter, teilweise wurde sieben Grad minus erreicht. Die weiteren Aussichten: Es wird sonniger, aber die Temperaturen gehen noch weiter nach unten, zehn Grad minus sind drin. Jürgen Laufer vom Deutschen Wetterdienst, der auch die Station auf dem Wingertsberg betreut: „Es ist keine Erwärmung in Sicht.”

Mehr von Aachener Nachrichten