Aachen: Der Wanderpreis der Gärtner geht nach Panneschopp

Aachen : Der Wanderpreis der Gärtner geht nach Panneschopp

„Ein Garten ist ein großartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit. Er lehrt uns Fleiß und Sparsamkeit und vor allem lehrt er uns vollkommenes Vertrauen.“ Mit diesen Worten beendete Schriftführer Joachim Reski seine Festrede bei der Verleihung des diesjährigen Wanderpreises des Stadtverbandes Aachen der Familiengärtner an den Kleingartenverein „Panneschopp“ im Krönungssaal des Rathauses.

Zuvor antwortete Reski auf die Frage, was man mit dem Schrebergarten verbinde: „Für den einen ist es Ruhe und Erholung, für andere ein Rückzugsort von Ärger und Stress. Wieder andere aber genießen dort ihre Freizeit mit der Familie.“ Aber alle hätten eines gemeinsam: „Sobald die frostfreien Tage vorbei sind, die ersten Blumen sprießen, die Tage wärmer werden, ist ein Gärtner nicht mehr zu halten, dann wird gesät und gepflanzt“, sagte Reski.

Durch den Zustrom der Migranten würden die Gärten immer jünger und auch internationaler. „Das verändert und belebt die Atmosphäre in den Anlagen“, weiß Joachim Reski. Auch für Kinder seien Gärten ein Erlebnisparadies, denn es gebe viel zu entdecken. Brütende Vögel, verschiedene Schmetterlingsarten und Insekten. Dann der Anbau, die Pflege bis zur Ernte von Pflanzen, Obst und Gemüse, schwärmte der Redner.

„Wir leben in unruhigen Zeiten,“, sagte er und fügte hinzu: „Um so mehr können wir unsere Ängste und Sorgen am Eingang des Gartentores zurücklassen und einen Augenblick Ruhe und Entspannung im Garten finden.“

Oberbürgermeister Marcel Philipp bestätigte den Kleingärtnern, dass sie in Aachen eine wichtige Aufgabe erfüllen. Wenn auch die Welt unruhiger, schnelllebiger geworden sei, die Jahreszeiten hätten sich nicht verändert. Daher sei es schön und wichtig, einen „Ruhepol“ zu haben. „Wir müssen schauen, dass es so weiter geht“, wünschte sich Philipp. Er habe keine Sorge, dass die Aachener Anlagen jünger und schöner würden. Michael Franssen vom Landesverband zeigte sich erfreut über die große Beteiligung der Aachener Kleingärtner. „Machen Sie so weiter“, sagte er.

Die Preisrichter Gabi Babendreyer, Franz Josef Gatzen und Willi Hoven nahmen 35 Anlagen unter die Lupe, von denen sie 20 mit der Note „Hervorragend“, zehn mit „Sehr gut“ und fünf mit „Gut“ bewerteten. „Der Beste erhält den Wanderpreis, Sieger 2017 ist der Kleingartenverein „Panneschopp“, verkündete schließlich Jansen stolz. Platz 2 geht an die Dauergartenanlage „Am Steppenbergweg“ und Dritter wurde der Familiengartenverein „Eintracht Nord.“

Das Programm wurde aufgelockert durch den St.-Marien-Gesangverein Aachen-Horbach unter Ando Gouders, wofür der Klangkörper starken Beifall erntete.

(der)