Aachen: Der Verein Rally Dogs hat einen neuen Trainingsplatz für Vierbeiner

Aachen : Der Verein Rally Dogs hat einen neuen Trainingsplatz für Vierbeiner

Die Vierbeiner übernehmen ab dem 1. September das Vereinsgelände an der Straße Auf der Hüls in Haaren. Nun ja, nicht nur die Vierbeiner. Ihre Frauchen und Herrchen bringen sie natürlich auch noch mit. Und dann wird gemeinsam trainiert.

Rally Obedience heißt die Sportart, die dort hauptsächlich ausgeübt wird. Eine relativ junge Sportart aus den USA, die immer mehr Fans in Deutschland hat.

Ein bunter Mix quer durch alle Rassen: Der junge Verein Rally Dogs Dreiländereck ist noch auf Mitgliedersuche. Trainiert wird am September Auf der Hüls — unter anderem mit der Trainerin und der Ersten Vorsitzenden Sandra Schäfer-Koll (kleines Bild). Foto: Andreas Herrmann

Dabei steht der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund. Bei der Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen ist Präzision und Tempo zugleich gefragt. Aber, so betont Sandra Schäfer-Koll, Erste Vorsitzende des neuen Vereins, „die Sportart ist wirklich für jeden Hund und jeden Besitzer geeignet“. Der Verein Rally Dogs Dreiländereck hat sich der Trainingsart verschrieben und bezieht Anfang September das neue Vereinsgelände. Bislang wurde nämlich immer in Herzogenrath trainiert.

Im Januar gegründet

Der neue Verein hat sich im Januar dieses Jahres gegründet, doch einen Trainingsplatz zu finden, sei gar nicht so leicht gewesen, sagt Schäfer-Koll. Nun sei aber endlich der Pachtvertrag für das Gelände Auf der Hüls unterschrieben und seit Anfang August schuften die 23 Mitglieder immer mittwochs und samstags, um das Areal herzurichten. Rasen mähen, Vereinshaus auf Vordermann bringen, Reparaturen durchführen und Gemütlichkeit schaffen stehen dabei auf der To-do-Liste. Doch das Wichtigste ist natürlich der Trainingsplatz, denn darauf kommt es schließlich an.

„Bei Rally Obedience ist der Hund kopfmäßig gefordert, der Halter selbst nicht mal so“, sagt die Erste Vorsitzende und lacht. Der Hundeführer muss dabei mit Schildern arbeiten und durchläuft mit seinem Hund einen vorgegebenen Parcours, der möglichst schnell und präzise abgearbeitet werden muss.

An jeder Station steht ein Schild, auf dem angegeben ist, was dort zu tun ist und in welche Richtung es anschließend weitergeht. „Das Schöne ist, jeder kann daran teilnehmen, egal, ob jung, alt, fit oder nicht fit. Auch Menschen mit Gehbehinderungen können den Parcours meistern“, sagt Schäfer-Koll. Und sogar reden dürfe man mit seinem Hund. „Der Hund darf jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden. Auch Leckerchen sind natürlich erlaubt“, sagt sie. Beide hätten sehr viel davon.

Die Hunde seien nach rund einer Stunde Training meist sehr geschafft und dementsprechend ruhiger. „Es ist außerdem sehr hilfreich für die Erziehung und die Teambildung“, sagt Schäfer-Koll. Mitmachen könne jeder, auch Welpen und ältere Hunde seien bekommen. Wenn der Vierbeiner einfache Kommandos wie „Sitz“ beherrsche, sei das hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Schließlich gebe es Beginner-Klassen, drei Stufen für Fortgeschrittene und eine Seniorenklasse für Hunde, die älter als acht Jahre sind.

Gründung einer Jugendgruppe

Trainiert werden sie unter anderem von Schäfer-Koll, die zuvor zwölf Jahre lang Rettungshunde beim Technischen Hilfswerk ausgebildet und zudem beim Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG) einen Trainerschein absolviert hat und dem Verein auch angeschlossen ist. „Wir wollen aber noch weitere Trainer ausbilden“, sagt sie. Zudem wolle sie eine Jugendgruppe aufbauen. Darin sollen Jugendliche mit den Familienhunden im Rally Obedience geschult werden. „Ich habe so viele Ideen“, sagt Schäfer-Koll und lächelt.

Sie steckt sehr viel Herzblut in den noch jungen Verein, das ist ganz deutlich zu spüren. „Es soll ein sozialer Verein werden, der offen für alle ist“, sagt sie. Auch die Einbindung in den Ortsteil Haaren sei ihr wichtig. „Es soll ein Treffpunkt für jedermann werden. Wir haben extra einen neuen Grill aufgebaut. Natürlich dreht sich hier viel um die Hunde, aber auch für die Menschen soll es schließlich gemütlich sein“, sagt die Erste Vorsitzende.

Mehr von Aachener Nachrichten