Aachen: Der Topf ist fast leer: Weniger Geld für die OGS

Aachen : Der Topf ist fast leer: Weniger Geld für die OGS

Der Geldtopf ist fast leer. Deshalb bekommt Aachen weniger Fördermittel des Bundes für den Ausbau der Offenen Ganztagsschule als beantragt. Acht Schulen sind konkret betroffen.

Eine gute und eine schlechte Nachricht brachte Elmar Hahn, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamts, am Mittwoch aus einem Verwaltungsgespräch bei der Bezirksregierung in Köln mit.

Die gute Kunde: In vollem Umfang bedient werden alle Anträge auf Gelder aus dem Bundesförderprogramm zum Ausbau der OGS-Schulen, die die Aachener im vergangenen Jahr stellten. Und das sind einige. Schließlich gehört Aachen in Sachen OGS zu den Vorreitern in NRW. 25 Grundschulen und fünf Förderschulen sind bereits „am Netz”.

Für Anträge, die zum 31. Januar 2007 gestellt wurden, gibt es Fördermittel nur noch zu 70 Prozent, erfuhr Elmar Hahn in Köln. Davon sind in Aachen vier Grundschulen betroffen. Noch düsterer aber sieht es aus für alle Anträge, die erst zum 30. April eingereicht wurden. Hier werden die Fördermittel zunächst um 50 Prozent gekürzt.

Und zuerst bedient werden dann auch nur jene Kommunen, die noch keine oder ganz wenige OGS-Bundesmittel beantragt haben. „Da steht Aachen dann natürlich ganz hinten auf der Liste”, so Hahn. Konkret betroffen sind auch hier vier Maßnahmen, allerdings sind das Schulen, die ihre Offene Ganztagsschule weiter ausbauen wollen. Eine OGS-Infrastruktur ist also zumindest bereits vorhanden.

Die Projekte in der Warteschleife haben nur eine Chance auf Geld vom Bund, falls bewilligte Mittel nicht gebraucht werden, etwa weil geplante OGS-Gruppen doch nicht zustande kommen.

Kein weiteres Geld vom Bund gibt es auch für den „gebundenen” Ganztag, also für echte Ganztagsschulen. „Da können wir froh sein, dass in Aachen letztes Jahr noch vier weiterführende Schulen den Sprung geschafft haben”, so Hahn.

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