Aachen: Der Straßenkarneval kehrt ins Herz der Innenstadt zurück

Aachen : Der Straßenkarneval kehrt ins Herz der Innenstadt zurück

Auch, wenn die Wetteraussichten für Donnerstag einigermaßen schlecht sind, es tut sich wieder was in Sachen Straßenkarneval in der Innenstadt. Denn die alten und jungen Weiber, aber natürlich auch die männlichen Jecken haben am Fettdonnerstag eine neue Anlaufstelle in der Altstadt.

Und dafür sorgt die Tropigarde aus dem Ostviertel, die am Donnerstag ab 13 Uhr zum Familienkarneval in den Hof einlädt.

Vom schlechten Wetter lassen sich die Tropis in ihrem Vorhaben nicht ins Bockshorn jagen. „Unsere Bühne ist wind- und sturmsicher“, sagt Generalin Sarah Siemons, die fest davon ausgeht, dass ihre Veranstaltung wie geplant stattfinden wird. „Wir sind auf dem Hof ohnehin wettergeschützter, als wir das auf dem Münsterplatz noch waren.“

So sollte also der Rückkehr des Straßenkarnevals ins Herz der Innenstadt nichts mehr im Wege stehen, nachdem die Oecher Penn ihr Treiben schon vor drei Jahren vom Markt komplett in ihr Festzelt auf dem Katschhof verlegt hatte. „So kann es nicht weitergehen“, hatte Sarah Siemons festgestellt und zieht nun mit ihrer Truppe mit dem Tropenhelm vom Münsterplatz in den Hof um, wo gemeinsam mit den anliegenden Gastronomen ab 13 Uhr wieder Straßenkarneval für „Kleng än Jrueß“ gefeiert werden soll.

Das Programm stellen die Tropis — wie bei den Pfarrkarnevalisten üblich — weitestgehend selbst. Mit dabei sind auch die 4 Amigos, die schließlich vor nunmehr 21 Jahren bei den Tropis das Licht der jecken Welt erblickten.

„Wir wollen keine Konkurrenz zum Programm der Spritzemänner am Jonastor aufbauen“, sagt Siemons. Man wolle eher eine Ergänzung bieten, deshalb geht‘s am Hof auch erst zwei Stunden später los als in Burtscheid. So könnten die Jecken in Burtscheid starten, dann zu den Tropis in den Hof wechseln und später in die Kneipen oder auch ins Penn-Zelt auf den Katschhof, das um 12 Uhr öffnet, weiterziehen, schlägt Siemons vor.

Dem Start dieser jecken Tour am Jonastor stand zumindest am Mittwoch noch nichts im Wege — der schlechten Wettervorhersage zum Trotz. „Wir werden am Donnerstagmorgen gemeinsam mit Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr entscheiden, ob wir feiern können“, sagt André Lander. Einen Plan B hat der Spritzemann-Präsident nicht. „Wir können bei Sturm die Planen von der Bühne nehmen“, damit sich darin kein Wind fangen könne. „Wenn wir aber absagen oder abbrechen müssen, dann müssen wir das eben tun“, sagt Lander, der aber davon ausgeht, dass das nicht der Fall sein wird. „Unser Publikum ist sehr wetterfest“, weiß er aus Erfahrung.

Los geht‘s am Jonastor um 11.11 Uhr. Die Spritzemänner erwarten mit Stadtprinz Thomas III., Märchenprinz Luc I. und dem Haarener Prinzen Ralf III. gleich drei Tollitäten, die unter anderem neben den Originalen, Kurt Christ, Hans Montag und den 4 Amigos für Stimmung sorgen werden.

Auf das Wetter reagiert hat bereits die Närrische 11. Sie zieht vom Außengelände in den Saalbau Kommer um. „Wir sind Anton Kommer sehr dankbar, dass der Umzug so kurzfristig möglich ist“, sagt Präsident Guido Nijakowski. „Jeck op Foorsch“ heißt das Motto ab 11.11 Uhr. Zeitgleich geht‘s auch bei den Brander Unterbähnern im Festzelt im Gewerbepark Brand los. Und für Jugendliche unter 18 Jahren gibt es ab 14 Uhr die alkoholfreie Underground-Party im Apollo-Kino, Pontstraße.

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