Aachen: Der schneearme Winter entlastet auch den Haushalt

Aachen: Der schneearme Winter entlastet auch den Haushalt

Auch das strahlende Frühlingswetter konnte Dieter Lennartz nicht davon abhalten, den Blick zurück auf den Winter zu richten.

Preiswert sei die kalte Jahreszeit gewesen - jedenfalls aus Sicht des Mannes, der beim Stadtbetrieb für den Winterdienst verantwortlich ist.

Diesmal haben seine Mannen eigentlich nur im Februar so richtig zeigen können, „was der Winterdienst drauf hat”, erklärte Lennartz im Ausschuss für den Stadtbetrieb. Einigermaßen zufrieden konnten die Politiker vernehmen, dass die Ausgaben für Streumittel und Räumarbeiten deutlich unter denen im Winter 2010/11 geblieben sind: 267.000 Euro kosteten die Schneetage diesmal die Stadt, im Jahr davor musste mehr als das Dreifache ausgegeben werden: 868.000 Euro.

Der Extremwinter im Vorjahr hat noch einmal die Politiker und den Stadtbetrieb beschäftigt, denn für solch massive Schneefälle will sich die Stadt künftig besser gewappnet zeigen. So haben Stadtbetrieb, Aseag, Feuerwehr und Polizei in verschiedenen Gesprächen ihre Einsatzpläne überarbeitet und neuen Bedürfnissen angepasst.

Unter anderem wurden die Räum- und Streupläne aktualisiert und die Dringlichkeitsstufen auch auf die wichtigsten Linien der Aseag abgestimmt. Insgesamt 145 Straßen wurden festgelegt, die künftig vorrangig geräumt werden sollen, um den öffentlichen Nahverkehr auch bei extremer Witterung aufrecht erhalten zu können. Auch an den wichtigsten Haltestellen soll vorrangig geräumt werden, um das gefahrlose Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

Darüber hinaus hat der Stadtbetrieb zwölf öffentliche Schneeabladeflächen festgelegt, um die Straßen künftig besser freihalten zu können. Weitere Flächen stellen bei Bedarf Privatunternehmen oder Landwirte zur Verfügung.

Nur in Ausnahmefällen sollen bei starkem Schneefall einzelne Straßen als „temporäre Einbahnstraßen” ausgewiesen werden. Dies zum Beispiel, um Bussen auf einspurig geräumten Nebenstraßen ein Durchkommen zu ermöglichen.

Gut versorgt sieht sich der Stadtbetrieb mit Streumitteln. Die Lagerkapazität sei verdoppelt worden. „Wünschenswert und hilfreich” sei es allerdings, das Gelände des Stadtbetriebs am Madrider Ring für ein zusätzliches Streusalzlager zu erweitern.