Aachen: Der Öcher Bend wird endlich mal vom Frühling verwöhnt

Aachen : Der Öcher Bend wird endlich mal vom Frühling verwöhnt

Der Frühling hat sich in diesem Jahr zwar lange geziert, aber für den Bend ist er gerade noch rechtzeitig gekommen. Das hebt entsprechend die Stimmung bei den Schaustellern. „So gut war es in den vergangenen zehn Jahren nicht“, schwärmt Peter Loosen, der Vorsitzende des Aachener Schaustellerverbands.

Dabei hingen zum Start des diesjährigen Osterbends wieder dunkle Wolken über der Kirmes. Bei der Eröffnung seien schon die ersten Tropfen gefallen, berichtet Loosen, der Samstag und der Sonntag seien „nicht so toll“ gelaufen. „Aber dann kam das gute Wetter, und es ging richtig aufwärts.“

Unter null Grad

Die äußeren Bedingungen spielen in der Branche eine ganz große Rolle. Die Kirmes sei halt eine Veranstaltung im Freien, erklärt Loosen, „da ist das Wetter immer ein beherrschendes Thema“. Zuletzt hatten die Schausteller damit wenig Glück. Im vergangenen Jahr setzte ihnen beim Osterbend die Kälte arg zu. „An allen Tagen lagen die Temperaturen unter null Grad“, erinnert sich Loosen.

Entsprechend richteten sich ihre Hoffnungen auf den Sommerbend, der sie dann ebenfalls enttäuschte. „Da hat es an allen Tagen geregnet“, erzählt der Schausteller-Chef. Eine Durststrecke sei das gewesen, und nach der habe der Bend den jetzigen Zulauf auch dringend gebraucht. „Wir sind jetzt voll zufrieden“, sagt Loosen.

Die Besucher sollten es auch sein, denn der Bend sei jetzt etwas mehr auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Bei einer Umfrage im vorigen Jahr („unabhängig“, betont Loosen, „das haben wir nicht selbst gemacht“) war das Publikum nach seinen Erwartungen und Wünschen gefragt worden. „Die Leute wollen große, attraktive Fahrgeschäfte“, hat der Schausteller-Vorsitzende dabei gelernt.

Um dafür Platz zu schaffen, sei jetzt jede Ecke genutzt worden. Auch haben die Schausteller laut Loosen viele kleine Aktionen gestrichen zugunsten der größeren. Geblieben seien der Studententag, der Familientag und die Ladies Night „mit stark vergünstigten Preisen“. Die Schausteller hätten „die Hausaufgaben gemacht“, sagt ihr Vorsitzender.

Aber noch nicht alle: Die Aufgabe, die große Kirmes künftig auf einer etwas kleineren Fläche zu organisieren, liegt noch vor ihnen. Nachdem die Politik den Verkauf eines Teils des Bendplatzes an das benachbarte Süßwarenunternehmen Lindt&Sprüngli abgesegnet hat, geht Loosen davon aus, dass der Bend wohl in zwei Jahren etwas anders angelegt werden muss.

Keine „Verkleinerung“

Von Verkleinerung will er aber nicht sprechen. „Für die Besucher soll der Bend in gewohnter Größe bleiben“, betont er. Lediglich die Plätze für die Zugmaschinen, Wohnwagen oder Servicefahrzeuge der Schausteller seien betroffen. Wegen des dann etwas kleineren Bendplatzes „müssen wir die anders unterbringen“.

So weit ist es aber noch nicht. Zunächst haben Loosen und seine Kollegen „noch eine Tolle Woche“ vor sich. Am kommenden Montag soll sie mit dem traditionellen Abschlussfeuerwerk gebührend beendet werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Osterbend mit 17 Fahrgeschäften eröffnet

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