Aachen: Der nordwestliche Eingang zurStadt soll aufgewertet werden

Aachen : Der nordwestliche Eingang zurStadt soll aufgewertet werden

Wer aus nordwestlicher Richtung nach Aachen kommt, könnte Gefallen an der Idee finden: Dieser Eingang der Stadt soll städtebaulich aufgewertet werden. Eine Rahmenplanung dafür brachte am Donnerstagabend der Planungsausschuss auf den Weg.

Daran ist vor allem Grünen und Linken gelegen, die vor dem Hintergrund der möglichen Entwicklung am Bendplatz lieber zuerst einmal auf das große Ganze schauen möchten. „Der Bendplatz gehört zum Stadteingang dazu“, sagte Grünen-Vertreter Sebastian Breuer.

Doch das Kirmes-Areal ist nur ein Teil des großen Bildes. „Der ganze Bereich wird uns intensiv beschäftigen“, prophezeite SPD-Planungspolitiker Norbert Plum.

Dabei müsse auch die Verkehrssituation neu überdacht werden. Vorstellen kann er sich auch städtebauliche „Hochpunkte“, die jedoch nicht die Sichtachse zwischen dem Dom und der Laurensberger Pfarrkirche St. Laurentius beeinträchtigen dürften.

Allerhand sei bei einer solchen Aufwertung zu bedenken, mahnt die Verwaltung. Nötig seien grundlegende verkehrsplanerische Überlegungen etwa zum Übergang zwischen Kohlscheider Straße und Roer­monder Straße. Auch zur künftigen Anbindung des Campus West müsse man sich etwas einfallen lassen.

Lösung für Kirmes

Dass alles mit allem zusammenhängt und dazu auch noch der Süßwarenhersteller Lindt & Sprüngli ein Auge auf den Bendplatz geworfen hat, macht es nicht einfacher. Um hier Platz für eine Erweiterung der Produktionskapazitäten zu schaffen, müsste für die Kirmes eine Lösung gefunden werden. An einer Rahmenplanung dürfe man sich da nicht zu lange aufhalten, mahnte CDU-Ratsherr Alexander Gilson, die dauere länger. „Wir sollten das getrennt betrachten“, warb er.

Immerhin ist die Expansion des Schokoladenunternehmens mit dem Erhalt vieler und der Schaffung weiterer Arbeitsplätze verbunden. „Auf die Rahmenplanung können wir jetzt nicht warten“, warnte Sozialdemokrat Plum. Der deshalb geplante Verkauf einer Teilfläche des Bendplatzes geht allerdings den Grünen gegen den Strich. „Wir sollten uns die Zeit nehmen zu prüfen, ob wir den Bend scheibchenweise hergeben“, meinte Sebastian Breuer.

Klar scheint schon jetzt, dass ein schmaler Streifen Bendplatz für Lindt & Sprüngli auf die Dauer nicht reichen dürfte. Zwar lässt diese Lösung noch eine Kirmes auf einer verkleinerten Fläche zu, aber bei einer weiteren Expansion des Unternehmens auf dem benachbarten Areal würde der Raum dafür immer knapper. Marc Beus von der Linksfraktion hält es deshalb für „sinnvoll, erst einmal einen Rahmenplan zu entwickeln“.

Einstimmig

Abgesehen vom „erst einmal“ hatten auch die Vertreter der anderen Parteien nichts gegen einen Rahmenplan zur Aufwertung des nordwestlichen Stadteingangs. Einstimmig wurde er beschlossen. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, die erforderlichen finanziellen Mittel „zeitnah“ aufzutreiben.

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