Aachen: Der Markt bleibt auf dem Markt: Rettung für Elisengarten

Aachen : Der Markt bleibt auf dem Markt: Rettung für Elisengarten

Der Wochenmarkt soll dienstags und donnerstags weiterhin und dauerhaft auf dem Marktplatz vor dem Rathaus stattfinden. Das hat der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss am Mittwoch beschlossen.

Der kurzen Ausschussdebatte war ein Antrag der Piraten-Fraktion vorausgegangen. Sie hatten die Verwaltung darum gebeten darzulegen, ob eine Verlagerung zum Elisenbrunnen nicht sinnvoll wäre. Davon riet die Verwaltung jedoch aus verschiedenen Gründen ab. So brauchen einige Marktbeschicker zusätzliche Flächen für ihre Versorgungsfahrzeuge, aus denen sie neue Waren für ihre Stände holen.

Diese Fahrzeuge müssten bei einem Wochenmarkt vor dem Elisenbrunnen im Elisengarten abgestellt werden, weil in den umliegenden Straßen keine Stellplätze zur Verfügung stünden.

Weil der Elisengarten aber als Park intensiv von Besuchern genutzt würde, sei es grundsätzlich unerwünscht, den Garten regelmäßig an zwei Tagen in der Woche für viele Stunden als Parkplatz zu nutzen.

Einvernehmliche Lösung

Bei der Diskussion im Ausschuss wurde nochmals deutlich, dass sich alle Fraktionen und auch der Seniorenrat wünschen, den Markt besser mit dem Bus erreichen zu können. Das würde dem Wochenmarkt gewiss guttun, war der Tenor einiger Redebeiträge.

Die Stadt hat sich nach Mitteilung des städtischen Presseamts erst vor einigen Wochen mit der Interessengemeinschaft der Aachener Wochenmärkte auf eine einvernehmliche Lösung geeinigt. Danach soll der Wochenmarkt regelmäßig dienstags und donnerstags vor dem Rathaus stattfinden. 30 Markthändler werden dort zweimal die Woche ihre Waren anbieten.

Umzüge zum Elisenbrunnen wird es nur noch in wenigen Ausnahmefällen geben, etwa bei Weihnachtsmarkt, „September Special“ oder ähnlichen Großveranstaltungen, bei denen der Markt komplett genutzt wird.

Selbst bei speziellen Anlässen (etwa Fahnenschmuck bei CHIO, Karlspreis oder bei anderen Veranstaltungen) bleibt der Wochenmarkt vor dem Rathaus. Die Marktbetreiber rücken dann dichter zusammen und nutzen die vorhandene Fläche anders als gewohnt.

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