Aachen: „Der kleine Wassermann“ im Theater Aachen

Aachen : „Der kleine Wassermann“ im Theater Aachen

Otfried Preußlers „Der kleine Wassermann“ ist ein Klassiker der Kinderbuchliteratur und hat seit seinem Erscheinen 1956 unzählige Kinder begeistert. Die Geschichte um den kleinen Wassermann, der neugierig und aufgeschlossen die Welt des Mühlenweihers entdeckt, allerlei komische Geschöpfe kennenlernt und schließlich auch die Menschen an der Oberfläche, ist ein dankbarer Stoff für das Kollektiv „Zirkus­maria“, das für „Der kleine Wassermann“ an das Theater Aachen zurückkehrt.

Bereits in der Spielzeit 2011/2012 waren die Puppenspieler, Schauspieler und Musiker aus Berlin in Aachen und begeisterten mit „Wie der Elefant die Freiheit fand“, ihre kleinen und größeren Zuschauer. Auch „Der kleine Wassermann“ ist Puppentheater.

Puppentheater kommt auch heute noch sehr gut beim Publikum an, bei Kindern wie Erwachsenen. Die Geschichte um den kleinen Wassermann ist geradezu für Puppentheater gemacht: „Wir können die Puppe schwimmen lassen, indem wir sie in der Luft bewegen“, so Julia Brettschneider von „Zirkusmaria“.

Ein menschlicher Darsteller ist, was die Bewegung im Raum betrifft, deutlich eingeschränkter als die kleine Tischpuppe, die die Mitglieder von „Zirkusmaria“ selbst gebaut haben — mit Seetang aus Dänemark als Haar.

Tischpuppen werden von sichtbaren Puppenspielern gespielt, das heißt, dass die Zuschauer Wiebke Alphei, ebenfalls Mitglied bei „Zirkusmaria“, auf der Bühne als Puppenspielerin sehen können. Doch Probevorführungen des „Kleinen Wassermanns“ und die vielen anderen Vorstellungen der professionellen Puppenspieler von „Zirkusmaria“ haben gezeigt, dass gerade Kinder den Menschen hinter der Puppe schnell vergessen.

Mit Livemusik

Die Ensemblemitglieder sorgen mit der eigenen Band auch für musikalische Begleitung und Live-Musik. Eines der Ziele des Kollektivs ist es, dass Kinder die Möglichkeit haben, am künstlerischen Prozess an sich teilzunehmen. „Die Kinder müssen nicht mitspielen“, so Julia Brettschneider, „haben aber die Möglichkeit dazu.“

Was Ursula Schelhaas, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Theaters, ebenfalls wichtig ist, ist die Einbindung ins „Große Haus“ des Theaters. Die Vorführungen finden allerdings nicht auf der Hauptbühne, sondern in der etwas kleineren, intimeren Kammer statt, für Kinder ein idealer Ort, Theaterluft zu schnuppern und nah am Geschehen zu sein.

„Der kleine Wassermann“ ist das zweite Familienstück, dass im Theater Aachen in dieser Spielzeit vor Weihnachten gezeigt wird. Schelhaas erklärt, dass man in diesem Jahr ein Programm anbieten möchte, dass sich sowohl an die älteren als auch an die jüngeren Kinder richtet.

„Der kleine Wassermann“ ist geeignet für Kinder ab vier Jahren, das zweite Stück „Rico, Oscar und die Tieferschatten“ ist für Kinder ab acht Jahren. Die Premiere ist bereits ausverkauft, es empfiehlt sich, rechtzeitig Karten zu reservieren. Außerdem könnte es sich lohnen, den Spielplan im Auge zu behalten, denn es wird derzeit darüber nachgedacht, noch weitere Termine anzubieten.

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