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Aachen: Der Kaufhof zeigt sich mit neuem Gesicht

Aachen : Der Kaufhof zeigt sich mit neuem Gesicht

Der Aachener Kaufhof hat eine Verjüngungskur hinter sich, deren Ergebnisse er ab dem Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen möchte. Die Köpfe hinter dem neuen Konzept in Aachen, das sind die beiden Chefs Günther Knie und Daniela Greeven, haben nach einem durchaus komplizierten „Umbau im laufenden Betrieb“ jetzt wieder die Hände frei für die Kunden.

Gefeiert wird der Umbau mit diversen Event-Aktionen. Dass die Konkurrenz durch den Internethandel immer größer wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Darum hat man sich für die bereits vor etwa zehn Jahren komplett erneuerte Aachener Filiale wieder etwas einfallen lassen, wie die Geschäftsleitung erklärt. Das Angebot in der Adalbertstraße ist nicht nur umsortiert worden, nicht nur die ein oder andere Wand frisch gestrichen. Dazu ist das komplette Angebot deutlich erweitert worden, erläutert Knie. Vor allem sei der Mode-Bereich, insbesondere die Abteilung Oberbekleidung, attraktiver als vorher.

Auch auf jüngeres Publikum hofft man bei Kaufhof: Nach der Schließung des jüngeren Schwester-Kaufhauses „Lust for Life“ an der Komphausbad­straße, das zur Kaufhofgruppe (jetzt Hudson‘s Bay, Kanada) gehörte und die „junge Linie“ in den Regalen bereit hielt, hat das Stammhaus die beliebtesten Marken übernommen und ins eigene Angebot integriert.

Saturn-Fläche wird genutzt

So hat sich die Fläche um 20 Prozent auf 15.000 Quadratmeter vergrößert, was insbesondere daran liegt, dass der damals für den Elektronik-Markt Saturn komplett neu gebaute Bereich am hinteren Ausgang der Elisengalerie nach dem Auszug der „Elektroniker“ nun als zusätzliche Verkaufsfläche für das Stammhaus genutzt wird.

Wo früher Waschmaschinen und Fernseher zum Verkauf standen, findet man heute auf rund 3000 Quadratmetern ein ziemlich gemischtes Angebot von Deko-Artikeln über Gebrauchsgegenstände für Sauna und Badezimmer bis hin zu Kaffeekapseln.

Indoor-Weihnachtsmarkt

Im Obergeschoss des einstigen Saturn-Anbaus wird man übrigens ab Ende dieser Woche einen Indoor- Weihnachtsmarkt vorfinden. Doch vergeblich wird man hingegen beim Gang über den gepflasterten Innenhof die einst beliebte Feinkostabteilung im Untergeschoss des alten Gebäudes suchen. Hier sind stattdessen Sport- und Outdoor-Angebote eingezogen, denn auch die klassischen Haushaltswaren sind ausgelagert worden.

„Frische Ware wie Wurst, Käse oder Milchprodukte führen wir gar nicht mehr“, erklärt Knie. Dafür sei das übrige Feinkostangebot, darunter ein gut sortiertes Spirituosen-Angebot, in den vorderen Bereich im Erdgeschoss gewandert, in dem bislang immer die Schreibwaren untergebracht waren.

Hinter dem Kosmetik-Sortiment findet man nun Schuhmode und Markenhandtaschen. Selbst für Filialleiter Knie ist eine Entwicklung erstaunlich: „Es gibt bei uns eine Ecke, in der sogar gebrauchte Louis Vuitton-Taschen verkauft werden“, erzählt er. In der Tat: Dort kann man einen gebrauchten „Vuitton Backpack“ für 1100 Euro erstehen, das Modell „Palm Springs“ kostet ansonsten neu üblicherweise runde 1300 Euro.

Store-Managerin Daniela Greeven verweist zudem noch einmal auf die angesagte Mode-Marken für die Damen, die auf 3000 Quadratmetern im ersten Stockwerk zu finden sind. Um die Bekleidung ansprechend feilbieten zu können, kommen rund 500 Schaufensterpuppen zum Einsatz.