Aachen: Der Fökika freut sich über mehr Nachwuchs

Aachen : Der Fökika freut sich über mehr Nachwuchs

Es ist die jeckste Jahreshauptversammlung von Aachen, denn der „offizielle Teil“ geht hier nahtlos über in ein unterhaltsames Karnevalsprogramm: Der Verein zur Förderung des Aachener Kinderkarnevals (Fökika) hatte jetzt in die Kurpark-Terrassen in Burtscheid eingeladen.

„Die Förderung des Kinderzuges ist für uns stets das vordringliche Anliegen. Die vielen engagierten ehrenamtlichen Helfer brauchen die finanzielle Unterstützung unseres Vereins, um die bunte Vielfalt und Kreativität der Aachener Kinder im Karneval zu fördern und zu unterhalten“, erklärte die Vorsitzende Irmgard Conta-Kerres in ihrem Jahresbericht. 2017 habe man 13 Zuggruppen aus Schulen, Kindertagesstätten und anderen Initiativen mit einem Beitrag zu den Materialkosten helfen können.

Der scheidende Akika-Chef Wolfgang Radermacher, Märchenprinz Julius I., Fökika-Vorsitzende Irmgard Conta-Kerres und Storm-Kommandant Bernd Schaefer (von links) freuen sich über das jecke Programm, bei dem unter anderem Kurt Christ gemeinsam mit Tästbild auftritt (kleines Bild). Foto: Nina Krüsmann

Außerdem erhielt der Arbeitsausschuss Aachener Kinderkarneval (Akika) Zuschüsse zu notwendigen Ausgaben für den Hofstaat und die Prinzengarde des Märchenprinzen. „Insbesondere die Kostüme für das Tanzpaar, die Aufarbeitung der Dreispitze der Kapelle des Märchenprinzen sowie die Herstellung der Orden haben wir gefördert“, zählte die Vorsitzende auf. Auch zur Inszenierung der Proklamation und des Kinderfestes trägt der Verein finanziell bei. Mit dieser Unterstützung gestalteten die katholische Grundschule Passstraße und Kinder-Tanzgruppen aus sechs Vereinen ein buntes Programm für die Proklamation, das beim Kinderfest am Mittwoch vor Fettdonnerstag wiederholt wird.

Der Kinderzug steht wie die gesamte Session unter dem Motto: „Vür sprenge met Kleng än Jrueß öm Mönster än Stadthuus“. „Es ist leider gar nicht einfach, Schulen und Kindergärten zu einer Teilnahme am Kinderzug zu motivieren. Wir freuen uns über alle, die sich einbringen“, betonte Conta-Kerres, die nun ins elfte Jahr ihrer Vorstandstätigkeit geht. Besonders dankte sie Hubert Crott, der aus gesundheitlichen Gründen künftig nicht mehr dem Vorstand angehört. Auf Crotts Wunsch hin ist nun Tobias Beckmann neuer stellvertretender Vorsitzender. Schatzmeister bleibt Klaus Nießen. Als Beisitzer fungieren Karin Stockem, Volker Lauven, Petra Nießen sowie neu im Team Wolfgang Radermacher, der scheidende Leiter des Akika. Er soll sich in Zukunft um die Kommunikation zwischen dem Fökika und dem Akika unter der neuen Leitung seines Sohnes Frank kümmern.

1111 Euro von Prinz Mike I.

„Wir freuen uns, dass wir in letzter Zeit verstärkt Mitglieder und auch viele junge Leute gewinnen konnten. Bei den nächsten Wahlen rechnen wir mit einem Umbruch, einem Generationswechsel. Der Fökika ist ein wichtiger Grundstock für den Fortbestand des Aachener Karnevals“, betonte Volker Lauven. Finanzielle Unterstützung ist wichtig, und so freute man sich über die zugesagte Spende in Höhe von 1111 Euro aus der Sammlung von Prinz Mike I. Auch er setzt sich besonders für die Kinder in Aachen ein.

In der Sänfte, getragen vom KK Oecher Storm, eroberte der strahlende Märchenprinz Julius I. im Anschluss die Bühne in den sehr gut besuchten Kurpark-Terrassen. Hans Montag, Manfred Savelsberg und viele mehr boten ein Programm, das sich mit jeder großen Sitzung messen kann.

Für eine besondere Überraschung sorgte Moderator Wolfgang Radermacher, als er Kurt Christ und die Gruppe „Tästbild“ dazu animierte, gemeinsam zu singen. Christ zog sich spontan ein Jackett der Sangeskollegen über und sang lauthals mit.

Mehr von Aachener Nachrichten