Aachen: Der City-Liner fährt erstmal per Diesel

Aachen : Der City-Liner fährt erstmal per Diesel

Ganz grob haben SPD und Grüne am Mittwoch eine mögliche Route des für September geplanten City-Liners angedacht.

Der neue Innenstadt-Kleinbus soll im Viertelstundentakt eine Runde drehen, die auf jeden Fall den Bahnhof berührt und dann irgendwie durch die Annastraße, am Dom vorbei, über Jakobstraße und Markt Richtung Elisenbrunnen führen soll.

Allerdings wird es nicht gelingen, die ersten Busse schon mit umweltfreundlicher Technologie auszustatten.

Das hat Kostengründe. Laut SPD-Fraktionschef Heiner Höfken kommt ein „alternativ angetriebener Prototyp”, der per Brennstoffzelle unterwegs ist, auf einen Preis von 400.000 bis 500.000 Euro (geeignet für 30 bis 35 Passagiere).

Das ist finanziell nicht darstellbar, so dass die Premiere der City-Linie auf konventioneller Basis erfolgen wird. Die kleinen Diesel-Busse sollen aber von der Aseag lediglich geleast und sukzessive durch umweltverträglichere Automobile - die auch per Strom fahren könnten - ersetzt werden.

Es ist daran gedacht, vier bis fünf City-Liner anzuschaffen, die trotz ihrer überschaubaren Größe immer noch als Bestandteil der Roten Flotte zu erkennen sein und nicht „wie ein Sammeltaxi” aussehen sollen (Höfken).

Aseag und RWTH haben die Absicht, im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts, für das es auch Landeszuschüsse geben soll, nach einer optimalen Lösung zu suchen. Ebenfalls ist daran gedacht, im Mai einen Bus mit Brennstoffzelle zu Demonstrationszwecken durch Aachen touren zu lassen.

Für OB-Kandidat Karl Schultheis steht außer Frage, dass man sich in einer Wissenschaftsstadt wie Aachen intensiv mit technologischen Neuerungen auch auf dem Gebiet des ÖPNV ausstaffieren muss, wie dies schon bei Beleuchtungs- und Ampelanlagen geschehe.

Was den Campus Melaten angeht, favorisiert die SPD zwecks Verkehrserschließung offensichtlich eine Seilbahn. Ratsherr Claus Haase: „Per Schiene wäre das viel zu teuer, außerdem ist es platzsparend.”

Aus Termingründen haben die Sozialdemokraten das von der FDP angeregte interfraktionelle Gespräch zum Haushalt erst einmal abgelehnt.

Weiter hieß es, „wir verweigern uns da nicht”, allerdings könne man derzeit keinen richtigen Grund für ein solches Treffen erkennen, „im nächsten Jahr steht ja keine Riesenkatastrophe ins Haus”.

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