Aachen: Der Beverbach stöhnt unter der Lkw-Last

Aachen : Der Beverbach stöhnt unter der Lkw-Last

Man sieht es nicht und glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich der Beverbach, der Lkw-Fahrer im Frankenberger Viertel zu Umwegen zwingt. Den Abschnitt der Bismarckstraße von der Einmündungen Drimbornstraße und bis zur Kreuzung mit der Oppenhoffallee dürfen sie derzeit nicht befahren.

Unter der Fahrbahn fließt hier der Beverbach durch ein Rohr — und dem geht es nicht mehr so gut. Die nötige Stabilität sei nicht mehr gegeben, erklärt Harald Beckers vom städtischen Presseamt. Damit schwere Fahrzeuge dem Beverbachrohr nicht weiter zusetzen, müssen sie diesen Bereich einstweilen meiden. „Es geht darum, die Belastung rauszunehmen“, sagt Beckers.

Dabei kommen gerade auf jene Ecke des Frankenberger Viertels allerhand Belastungen zu. Der Abriss des Vegla-Hauses an der Ecke Viktoriaallee/Bismarckstraße hat zwar schon begonnen, aber die Nachbarschaft bekommt davon im Moment noch nicht allzu viel mit. Das Innere des Gebäudes, an dessen Stelle das Bauunternehmen Nesseler Grünzig ein Wohn- und Geschäftshaus errichten will, wird momentan ausgeräumt. Der Bau selbst kommt dann im August dran.

Die Lastwagen, die dann die Reste des Vegla-Hauses abtransportieren, sind von dem Verbot allerdings nicht betroffen.

Sie sollen zwar von der Bismarckstraße aus den hinter dem Gebäude liegenden Parkplatz ansteuern, verlassen werden sie ihn aber über die Einfahrt an der Viktoriaallee. Dem angeknacksten Beverbachrohr tun sie damit nicht weh. „Das liegt nur unter der rechten Seite der Fahrbahn in Richtung Oppenhoffallee“, erklärt Harald Beckers. Für die Fahrbahn in Gegenrichtung gilt das Verbot nicht.

Wie lange die Einschränkung bestehen bleibt, steht derzeit noch nicht fest. Die für die Kanalrohre in Aachens Untergrund zuständige Stawag muss zunächst überlegen, wie es nun weitergeht. Nachdem das Problem bei einer routinemäßigen Überprüfung aufgefallen sei, erklärt Stawag-Pressereferentin Angeli Bhattacharyya, sei als „reine Vorsichtsmaßnahme“ zunächst das Lkw-Verbot ausgeschildert worden.

Die weiteren Schritte, wie etwa auch die Frage, wie eine Sanierung des Rohres bewerkstelligt werden könnte, würden nun mit der Stadt abgesprochen. Einen Zeitplan gebe es noch nicht.

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